Türkei wichtiger Auslandsmarkt für heimische Zuchtrinder

Bei einem Treffen mit der türkischen Botschafterin Ayse Sezgin hat Landwirtschaftsminister Berlakovich die guten Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern im agrarischen Bereich hervorgehoben.

Antrittsbesuch der neuen trükischen Botschafterin Ayse Sezgin bei Bundesminister Niki Berlakovich. (Foto: Lebensministerium) (Bildquelle: )

Der Minister unterstrich beim Antrittsbesuch von Sezgin, dass Österreichs Landwirtschaft nicht auf die Produktion von Massenware, sondern auf die Erzeugung höchster Qualitäten setze und führte als Beispiel den Zuchtrinderexport an. Dieser sei ein gutes Beispiel dafür, wie auch kleinere Bauern durch die bewährten Verbandsstrukturen auf internationalen Märkten punkten und gute Preise erzielen können". Die große Nachfrage an Zuchttieren habe auch die Preissituation für die Züchter verbessert, berichtet die aiz.

Die Türkei sei laut Berlakovich mittlerweile der wichtigste Auslandsmarkt für heimische Zuchtrinder. Dies bestätigt auch die Zentrale Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR): Demnach wanderten im Jahr 2011 rund 40% der Zuchtrinder in den Export. Die Ausfuhren erreichten mit 34.700 Tieren sogar ein Rekordergebnis. Während in Italien das hohe Exportniveau gehalten werden konnte, entwickelt sich die Türkei immer mehr zum bedeutendsten Abnehmer: Mit 17.650 Stück lag der türkische Anteil an den Gesamtexporten 2011 bereits bei 51%, heißt es weiter.

ZAR-Obmann Anton Wagner berichtet in diesem Zusammenhang, dass vor Kurzem eine Delegation des türkischen Rinderzuchtverbandes Gentürk Österreich besuchte, um sich über den hohen Standard heimischen Zuchtviehs aller Rassen zu informieren. Es wurde eine längerfristige fachliche Kooperation vereinbart, um mit den genetisch hochwertigen österreichischen Zuchttieren eine nachhaltig wirksame Rinderzucht in der Türkei zu entwickeln. Die Aufrechterhaltung eines hohen Exportniveaus ist für die Züchter - besonders für jene in den Berggebieten - zur Erwirtschaftung entsprechender Einkommen von ausschlaggebender Bedeutung, sind Berlakovich und Wagner überzeugt.

Artikel geschrieben von

Sylvia Haury

Redaktions- und Vertriebsassistentin

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