UBV: „Agrarpolitik neu denken und neu gestalten!“ Premium

Aus Sicht des Unabhängigen Bauernverbandes (UBV) ist die EU-Agrarpolitik in der aktuellen Form den Bauern nicht mehr zumutbar. Auf der Rieder Messe präsentierte die Verbandsführung ihre Kritikpunkte und legte einen Lösungsvorschlag auf den Tisch.

Die UBV-Kammerräte präsentiere ihr Modell einer künftigen Bauernentlohnung. Im Bild von links: Berater Mag. Josef Kaltenegger (Stmk) KR Johann Großpötzl (OÖ), Bundesobmann KR Karl Keplinger (OÖ), KR Stefan Wurm (OÖ) und KR Klaus Wimmesberger. (Bildquelle: Spanring)

Die aktuelle EU-Agrarpolitik (GAP) sei europaweit komplett aus der Balance, ist sich der UBV sicher. Seit dem EU-Beitritt 1995 hofften die Bauern immer wieder auf eine Reform zu ihren Gunsten. Tatsächlich wurde es sukzessive schlechter. Dies müsse sich nach Meinung des UBV sofort ändern.

In einem Kompendium werden die Gründe, warum es so nicht weitergehen kann, ausführlich dargelegt. Gleichzeitig präsentierten die obersöterreichsichen UBV-Kammerräte konkrete Vorschläge für neue Wege der Agrarpolitik. Oberstes Ziel dabei müsse die massive Verbesserung der Einkommen für die Land- und Forstwirtschaft sein, so der UBV.

Kernfragen zur Problemanalyse

„Wir wollen ermutigende Perspektiven für die Bauern in den Alpenregionen schaffen. Ausreden gelten nicht mehr“, so ÖkR Karl Kepplinger, Bundes- und Landesobmann OÖ des UBV beim Hintergrundgespräch mit Journalisten auf der Rieder Messe.

Der Grundansatz der UBV-Überlegungen für ein neues System der Agrarpolitik samt Entlohnungsschema für die Bauern lautet demnach: Was ist ein Hektar bewirtschaftetes Kulturland wert? Wie bekommen wir faire Spielregeln am Markt und damit ökonomisch sinnvolle Produktpreise?

Darauf aufbauend leitet der UBV drei zentrale Fragestellungen ab:

  • Was sind die konkreten Leistungen der Bauern – welche Produkte erzeugen sie?
  • Was braucht es für eine seriöse, ernsthafte Bezahlung dieser Leistungen?
  • Wie müssen die Rahmenbedingungen gestaltet sein, um mit der Kreislaufwirtschaft – worauf schon die Idee der Ökosozialen Marktwirtschaft aufsetzt – erfolgreich Agrarwirtschaft zu leben?

Via „Staatsvertrag“ Leistungen endlich honorieren

Laut UBV erzeugen Österreichs Bauern zwei Produkte mit einem Alleinstellungsmerkmal am Markt – Lebensmittel sowie Kulturlandschaft. Zudem gibt es beim ...

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Artikel geschrieben von

Leopold Th. Spanring

Redakteur

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