UBV-Demo: „Einhalten, was versprochen wurde“

Kritik am Wegfall der Mutterkuhprämie, an AMA-Kontrollen etc. übte kürzlich der UBV OÖ bei einer Demo anlässlich der 80 Jahr-Feier der LK OÖ.

UBV-Demonstration

(Bildquelle: )

Der heitere Sonnenschein an diesem Freitag Morgen Anfang März auf der Linzer Gugl trog. Denn die Stimmung der Mitglieder des Unabhängigen Bauernverbandes (UBV) glich eher einem nebeligen Novembertag. Der Verband nutzte die große Präsenz der Regierungsvertreter anlässlich der 80 Jahr-Feier der LK OÖ, um ihrem Unmut in Sachen Agrarpolitik Luft zu machen.

So sieht man z.B. eine Benachteiligung der Rinderhaltung durch die Streichung der Mutterkuhprämie. Je mehr entkoppelte Direktzahlungen es gebe, desto größer werde der Einkommensunterschied zwischen Ackerbau und Rinderwirtschaft, so die UBV-Funktionäre.

Auch die Prämie für Milchkühe solle erhalten bleiben. „Es soll ganz einfach eingehalten werden, was versprochen wurde“, laute die Forderung von Johann Großpötzl. Eine weitere Forderung des Unabhängigen Bauernverbands OÖ ist, so wie Luxemburg, auch Österreich zu 100 % als benachteiligtes Gebiet auszuweisen.

Scharfe Kritik übte Karl Keplinger, Obmann des UBV Oberösterreich, an der Vorgangsweise mancher AMA-Mitarbeiter: So habe bei einer kürzlich statt gefundenen Vor-Ort-Kontrolle ein Kontrolleur Einsicht auf das Bankkonto einer Direktvermarkterin gefordert. „Obwohl sich die Bauern keine Skandale geleistet haben, werden nun ca. 100 weitere AMA-Kontrolleure eingesetzt. Kontrollen im nachgelagerten Bereich wären notwendiger“, zeigt Keplinger einen aus seiner Sicht Missstand auf.

UBV-Demonstranten

Auch beim Pflanzenschutzmittel-Recht sieht der UBV Handlungsbedarf: Der europäische Markt solle auch künftig ohne Einschränkungen von heimischen Landwirten in Anspruch genommen werden können. Schließlich würden Pflanzenschutzmittel in Österreich aufgrund kleinerer Strukturen und vielfältigerer Fruchtfolgen ohnehin äußerst sparsam eingesetzt werden.

"Österreich sei kein armes Agrarland"

Mehr Selbstbewusstsein der Bauern forderte indessen mancher Festredner bei der 80 Jahr-Feier der LK OÖ in Richtung der Demonstranten. Bauern müssten stolz sein auf ihre Arbeit und nicht jammern, denn Österreich sei kein armes Agrarland. Zudem mache man sich mit Pfeifferln nicht stark, hieß es weiter.


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