Almzwischenfälle

UBV fordert Hundeverbot und Vertrag

Im Zuge der Wahlbewegung zur anstehenden LK-Wahl in Tirol verlangt der Unabhängige Bauernverband mehr Rechtssicherheit auf den Almen. Unter anderem sieht er ein absolutes Hundeverbot auf den Almen sowie einen Vertrag mit den Wanderern als geboten an.

Der UBV Tirol will die Almnutzung durch Wanderer mittels Verträgen über die Tourismusverbände regeln. (Bildquelle: pixabay.com)

Nach dem Tiroler Almurteil (Ersturteil, OLG-Berufungsurteil, OGH-Erkenntnis) hat die Politik reagiert, das Gesetz (ABGB) geändert und Almspielregeln aufgestellt. Dem Unabhängigen Bauernverband (UBV) Tirol ist das aber noch zu wenig. Da die Almsaison bald beginnt, befürchtet er ein massives Ansteigen des Konfliktpotentials zwischen Freizeitinteressen und Almbauern. Dies vor allem deswegen, da in den Augen des UBV immer noch keine absolute Rechtssicherheit für die Almbauern geschaffen wurde.

Die Partnerschaft zwischen Landwirtschaft und Tourismus bleibt durch die Konflikte auf der Alm weiter belastet. Die Politik wäre gefragt entsprechendedie Rahmenbedingungen zu schaffen. Dafür legte der UBV Tirol einen Forderungskatalog mit vier zentralen Punkten vor, um die Almnutzung für die Landwirtschaft nachhaltig zu bewahren. Diese lauten wie folgt:

1. Absolutes Hundeverbot auf den Almen und Weiden

Ein absolutes Hundeverbot auf den Almen sei unerlässlich, denn bei fast allen Vorfällen sind direkt oder indirekt Hunde beteiligt. Rinder sehen Hunde instinktiv als Gefahr an. Diese bringen, auch angeleint, die Herden in Unruhe, was auch Unbeteiligte schädigen kann.

Es wäre anzudenken , sod er UBV, im Tal Hundetagesstätten einzurichten wo die Tiere verbleiben können, falls ihre Besitzer dennoch über Almen und Weiden wandern wollen.

2. Rechtlich verbindlicher Almnutzungsvertrag für Wanderer und Touristen

Es brauche zudem einen rechtsverbindlichen Almnutzungsvertrag, welcher von jedem Wanderer und Touristen individuell zu unterzeichnen ist. Ohne einen solchen verbindlichen Vertrag müsse ein absolutes Betretungsverbot gelten.

Die Abwicklung der Verträge kann über die örtlichen Tourismusbüros erfolgen. Dieser Vertrag muss das absolute Hundeverbot, eine Wegepflicht, die bekannten Almregeln, die Verpflichtung den Müll wieder mit ins Tal zu bringen genauso enthalten wie eine absolute Haftungsfreistellung der Bauern und Almbewirtschafter. Wer die Almen betritt, tue dies auf eigene Gefahr und könne hinterher bei etwaigen Zwischenfällen keine Haftung der Bauern verlangen.

3. Haftung der Tourismusverbände für Schäden

Das Verursacherprinzip sorgt dafür, dass in der momentanen Situation die Landwirte fast immer auf ihren Schäden sitzen bleiben. Der Tourismusverband muss für durch Wanderer verursachte Schäden in die Haftung genommen werden.

4. Infrastruktur für Gäste verbessern

Für ein weiterhin friedliches Miteinander auf dem Almen muüsse eine entsprechende Infrastruktur geschaffen werden, verlangt der UBV weietrs. Neben Hundetagestätten braucht es vom Tourismusverband angestellte Ranger, welche die Einhaltung der Regeln überwachen. Auch würde durch entsprechende Ranger die Naturnachhaltig geschützt, da so die wilde Entsorgung von Müll genauso minimiert werden könnte, wie das Pflücken geschützter Pflanzenarten. Diese Aufgabe ist von den Bauern nicht zu leisten und die Hirten sind fü das Wohlergehen der Tiere zuständig, heißt es in der UBV-Aussendung.

Viele landwirtschaftliche Betriebe in den Bergregionen bieten als Nebenerwerb "Urlaub am Bauernhof" (UaB) an. Sie sind gleichzeitig die Betriebe, welche dem Tourismus die wunderbare Kulisse einer gepflegten Kulturlandschaft bieten. Diese Leistung sollte dringend anerkannt werden, indem die UaB-Betriebe von etwaigen Bettenabgaben und Zahlungen an Tourismusverbände befreit werden


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