LK-Wahl 2021 – Oberösterreich

UBV: Weiterer Kandidat aus dem ÖVP-Lager

Die Kammerwahlen werfen ihre Schatten voraus, die wahlwerbenden Gruppen finalisieren ihre Kandidatenlisten. Der Unabhängige Bauernverband (UBV) vermeldet für die Wahl in Oberösterreich nun einen weiteren Quereinsteiger aus den ÖVP-Reihen.

Mit Josef Mair kandidiert ein weiterer gestandener Schwarzer auf der UBV-Liste. (Bildquelle: UBV)

Groß war der mediale Wirbel als der UBV Oberösterreich den ÖVP-Vizebürgermeister von Treubach (Bezirk Braunau), Georg Schickbauer, vor einem Monat als Kandidaten präsentiert hat (siehe top agrar Österreich-Onlinemeldung vom 27. November).

Mit der Kandidatur des langjährigen und aktuellen Obmannes des OÖ-Landesverbandes für Leistungsprüfung, Josef Mair, gelang dem UBV ein weiterer Coup.

Stark in der Zucht verankert

Mair bewirtschaftet einen Hof in Waizenkirchen und ist zeitlebens ein begeisterter Züchter. So war er schon in den 90er-Jahren Gründungsfunktionär des ersten Österreichischen Jungzüchterclubs.

Seit 1997 ist er im Ausschuss von Fleckviezuchtvereband Inn- und Hausruckviertel (FIH) vertreten; dort seit 2003 im Vorstand und aktuell auch Obmann Stellvertreter.

2003 übernahm Mair die Funktion des Obmannes beim Landesverband für Leistungsprüfung OÖ, zudem ist er seit 2014 Beiratsvorsitzender bei LKV Austria

Auf regionaler Ebene wirkt der Landwirt als ÖVP-Gemeiderat.

Die Beweggründe zur UBV-Kandidatur

Als ehemaliger Funktionär des Bauernbundes musste Mair "feststellen, dass der Bauernbund immer weniger Einfluss in der ÖVP hat und von der Wirtschaft gelenkt ist. Daher kann sich der Bauernbund immer weniger um die Anliegen der Bauern annehmen."

Da die Bauern nicht unbedingt das Klientel anderer Parteien sind, ist es laut Mair "umso wichtiger auf unabhängiger Ebene die Stimme für die Anliegen, Interessen und Forderungen der Bauern zu erheben."

Mair´s wichtigste Themen auf nationaler Ebene sind

  • die Herkunftskennzeichnung und keine Handelsabkommen zu Lasten der Bauern sowie
  • für den Bauern erträgliche und leistbare Rahmenbedingungen im Bereich Tierschutz, Pflanzenschutz und Düngerverordnung.

Auf regionaler Ebene sieht Mair große Herausforderungen bezüglich der Wahrung der Grundbesitzrechte. Zudem will er Änderungen beim Wasseranschlussgesetz erwirken.


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