Regierungsprogramm 2020-2024

UBV vom türkis-grünen Landwirtschaftskapitel enttäuscht

Die Führung des Unabhängigen Bauernverbandes (UBV) kritisiert beim oberösterreichischen Landesverbandstag die ungenügende Belohnung der CO2-bindenden Landwirtschaft. Zudem soll den Bauern 117 €/ha von der Betriebsprämie weggenommen werden.

Gastredner Günther Felßner, Vizepräsident des Bayerischen Bauernverbandes (2. von links), flankiert von den UBV-Vorständen Hannes Hannes Winklehner, ÖR Karl Keplinger und ÖR Johann Großpötzl. (Bildquelle: UBV)

UBV-Landes- und Bundesobmann Karl Keplinger monierte, dass es für CO2-Bindungen eine Gutschrift geben müsste und diese 200 € pro Hektar wert sei. Jedoch anerkenne die neue türks-grüne Bundesregierung die Umweltleistungen der Landwirtschaft nicht an. Vielmehr sei ein von Bauernbund und Grüne festgeschriebener verpflichtender Umwelt- und Klimabeitrag aus 40% der GAP-Mitteln vorgesehen. "Diese 40% sollen durch diese Umverteilung für einkommensunwirksame Maßnahmen herangezogen werden. Das würde eine Reduktion der Betriebsprämie von 117 € pro Hektar bedeuten!", zeigt sich Keplinger verärgert.

Gastredner Felßner über hohe Umschichtung verwundert

Das Hauptreferat beim UBV-Landeverbandstag in Peuerbach hielt DI Günther Felßner, Vizepräsident des überparteilichen Bayerischen Bauernverbandes.

Laut diesem würden sich die deutschen Grünen bei einer Umschichtung der GAP-Mittel von 40% sicherlich sehr freuen, denn in Deutschland fordert die Regierung nur eine Umschichtung der GAP-Mittel von 6%. "Und auch diese 6% sind noch zu viel, da die Betriebsprämie die einzig einkommenswirksame Direktzahlung an die Bauern ist", erklärte Felßner.

Bauernkinder nur Kinder zweiter Klasse?

In der Aussendung zum Landesverbandstag bedauert Obmann Keplinger zudem, dass der neuen Bundesregierung die Bauernkinder beim Kinderbonus wieder nicht gleich viel wert wären.


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