Verband für Ökologische Jagd gegründet

Der Ökologische Jagdverband Österreichs (ÖJV) wurde am vergangenen Wochenende gegründet. Er versteht sich als Zusammenschluss der beiden Landesverbände in Niederösterreich und Oberösterreich, des Vereines Naturraum Wald in der Steiermark und aller an einer Ökologisierung der Jagd interessierten Einzelpersonen.

Warum ÖkojagdDerzeit richtet sich die Jagd nahezu ausschließlich nach den Trophäen der erlegten Stücke. Um gute Trophäen rasch erlegen zu können, ist ein hoher Wildstand erforderlich, heißt es in einer Aussendung des Verbandes. Das führe aber zu bislang noch nie dagewesenen Wilddichten, die die Ökosysteme, insbesondere den Wald, nachhaltig schädigen. Junge Bäumchen werden verbissen und geschält, die Schäden gehen in die hunderte Millionen Euro, erklärt der Verband. Diese Situation sei zwar seit Jahrzehnten bekannt, werde aber bisher unter den Teppich gekehrt! Insbesondere im Internationalen Jahr des Waldes" will der Ökojagdverband auf diese Situation hinweisen. Was will der Verband dagegen tun? Das Problembewusstsein bei den Waldbesitzern nimmt durch die naturnahe Waldwirtschaft stetig zu, doch bleiben deren Bemühungen erfolglos, wenn die Behörde und Jäger nicht mithelfen, so Obmann DI. Franz Puchegger. Es muss gelingen, auf großer Fläche eine waldverträgliche Wilddichte zu erreichen, die die Landes-Jagdgesetze und das Forstgesetz auch so vorsehen. Die gesetzlichen Bestimmungen wären vielfach ausreichend, lediglich die Vollziehung erfolgt völlig unzureichend!"

Musterreviere bewirtschaftet

Die ökologischen Landesjagdverbände haben laut Puchegger begonnen, einzelne Musterreviere zu bewirtschaften und die Jagd nach ökologischen Gesichtspunkten auszurichten. Der Obmann: Die Ergebnisse geben uns Recht. Weniger und gesünderes Wild, das dem Lebensraum entspricht, bei gleichzeitig naturverjüngten Wäldern, die den künftigen Herausforderungen wie z.B. Klimawandel wirklich trotzen können!"


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