Weizen: Aktuell bis zu 168 €/t ex Ernte

Zwischen 165 und 168 €/t (ohne MwSt.) für Qualitätsweizen ex Ernte sollen derzeit Verarbeiter den Landwirten bieten, heißt es laut AIZ aus Branchenkreisen. Allerdings solle sich die Abgabebereitschaft aus der neuen Ernte generell für alle Getreidearten noch in Grenzen halten.

Am Mittwoch kam es an der Wiener Börse für Landwirtschaftliche Produkte zur  Erstnotierung für Premium- und Qualitätsweizen der Ernte 2007: Qualitätsweizen (mindestens 14% Protein, Fallzahl 250 sec.) notiert mit 175 bis 180 € pro t um 38% über der Erstnotierung vom Juli 2006 (Netto-Abgabepreise des Großhandels ab Verladestation), so das AIZ. Auch an der europäischen Leitbörse MATIF in Paris seien die Weizenfutures sehr fest. Der für die Ernte 2007 maßgebliche November-Future an der MATIF habe gestern mit 184 € leicht im Plus geschlossen. Da die Pariser Weizenkontrakte weit geringere Qualitätskriterien als die heimische Qualitäts- und Premiumweizenklassifizierung verlangten, scheine laut Beobachtern der Weizen an der Wiener Produktenbörse im internationalen Vergleich noch moderat bewertet.Bisher sei heuer sogar der sonst stets spürbare Mengendruck ex Ernte aus Ungarn ausgebleiben. Dort solle sich die Abgabebereitschaft der Produzenten angesichts weiterer Preiserwartungen diesmal sehr in Grenzen halten. Damit habe sich neuerntige Futtergerste an der Wiener Produktenbörse ein weiteres Mal befestigen und mit einem Preisband von 150 bis 154 € pro t noch weiter an das internationale Preisniveau anschließen. Aus heimischen Mühlenkreisen hieße es nun, dass die gravierende Preissteigerung beim Weizen umgehend eine deutliche Erhöhung des Mehlpreises notwendig mache. Bei einer Mehlausbeute von rund 80% aus dem vermahlenen Weizen mache die Rohstofftangente in der Mehlpreiskalkulation der Mühlen rund 75% aus. Damit könne laut Müllern der heuer dramatisch gestiegene Weizenpreis nicht ohne die Folge eines ebenfalls spürbar steigenden Mehlpreises verkraftet werden, sagen Müller.     

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