Wildschweinproblematik: LK-Steiermark fixiert 5-Punkte-Plan mit Jägern

Die LK Steiermark hat sich mit der Jägerschaft vergangene Woche hinsichtlich der Wildschweinproblematik auf einen Fünf-Punkte-Aktionsplan geeinigt. "Bei konsequenter Umsetzung ist es möglich, das Schwarzwild stark zu reduzieren. Nur so können fatale Schäden in der Landwirtschaft und Natur verhindert werden ", erläuterte  Josef Herzog, Bezirkskammerobmann von Graz/Umgebung.

Dieser Plan müsse zielstrebig eingehalten werden, wird von der bäuerlichen Interessenvertretung mit Nachdruck gefordert. Die auf freiwilliger Basis zwischen den Kammerobmännern, den Bezirksjägermeistern und der Verwaltungsbehörde der betroffenen Bezirke Weiz, Graz/Umgebung und Bruck/Mur fixierten Maßnahmen sehen vor, dass in den genannten Gebieten den Rehen nur mehr Raufutter gereicht wird, um so zu verhindern, dass dem Schwarzwild bekömmliches Getreide als Futter zur Verfügung steht. Weiters werden Lockfütterungen (Kirrungen) mit Mais stark reduziert, die Futterstellen kontrolliert und der Abschuss dokumentiert. Davon erwartet man sich, dass an diesen Kirrstellen Schwarzwild gezielt erlegt werden kann. Darüberhinaus werden nur mehr bezirks- und revierübergreifende Treib- und Riegeljagden genehmigt, wovon man sich eine höhere Abschussquote erwartet, weil Schwarzwild auch bei Flucht über die Grenzen des Bezirkes oder der Reviere erlegt werden kann. Dabei sollen auch nur mehr speziell auf Schwarzwild ausgebildete Hunde zum Einsatz kommen. Und schließlich werden von Landwirten gemeldete Wildschwei nsichtungen oder Schäden auch dem Bezirksjagdamt gemeldet, sodass rasch und überregional jagdliche Maßnahmen ergriffen werden können. Um den Erfolg dieser Maßnahmen sowie den Umsetzungsstand zu überprüfen, findet bereits im Sommer ein weiterer Wildschweingipfel statt.

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