Wlodkowski: "Mindestens 3 Ct müssen Milchbauern zugutekommen"

Die Preise für Milchprodukte im Lebensmitteleinzelhandel wurden gestern deutlich angehoben. Steirische Mitglieder der IG Milch haben aktuelle Preise erhoben. Sie lauten wie folgt:

Von Billigangeboten wie vor gerade einmal drei Jahren bei Billa mit Heidimilch um 54 Ct ist keine Rede mehr. Das gleiche Packerl kostet jetzt bereits 95 Ct. Nun muss es darum gehen, dass die deutlichen Preissteigerungen im Handel auch bei den Bauern ankommen.

Von Billigangeboten wie vor gerade einmal drei Jahren bei Billa mit Heidimilch um 54 Ct ist keine Rede mehr. Das gleiche Packerl kostet jetzt bereits 95 Ct. Nun muss es darum gehen, dass die deutlichen Preissteigerungen im Handel auch bei den Bauern ankommen. (Bildquelle: )

Bei Billa/REWE:Billa-Eigenmarke Heidi" Vollmilch  95 Ct (plus 41 Ct seit 2004)Markenvollmilch 1,05 € (plus 10 Ct)Markenvollmilch ESL 1,09 € (plus 10 Ct)Bio-Vollmilch 1,09 € (plus 10 Ct)Bio ESL 1,15 €Bio Milch leicht 1% 1,15€Schärdinger Sommerbutter 250g  1,75 € (plus 30 Ct seit Vorjahr)Österr. Teebutter  1,49 €Marken-Teebutter 1,59 €Bio-Butter 1,79 € (plus 30 Ct seit Vorjahr). Bei Spar ist der Preis für Trinkmilch generell um 10 Ct gestiegen. Bei Hofer:Eigenmarke Vollmilch 85 Ct (plus 10 Ct)BioVollmilch  1,05 (plus 10 Ct)Bergbauernmilch 1,05 (plus 10 Ct)BioButter 1,69 € (plus 20 Ct)Schlagobers 250 g plus 6 Ct.Nicht nur in der weißen, sondern auch in der gelben Palette werde eine Preisanpassung notwendig sein und kommen, erklärte LK Österreich-Präsident Gerhard Wlodkowski gestern zu den Preiserhöhungen. Die bäuerliche Interessenvertretung verlange daher, dass rückwirkend mit dem 01. Juli mindestens 3 Ct dieser Preissteigerung den Bauern zugutekommen. 3 Cent pro Liter sind ad hoc notwendig, um den Abfluss der Milch ins Ausland zu verhindern, betonte Wlodkowski. Ob in Zukunft weitere Preiserhöhungen notwendig sein werden, sei derzeit noch nicht abschätzbar. Der Milchmarkt müsse global beobachtet werden.Nach Aussage von IG Milch-Obmann Ewald Grünzweil sei bei der Forderung von Präsident Wlodkowski nicht nachvollziehbar, von welchem Niveau ausgegangen werde. Sind hier die teilweise bereits vorgenommenen Preiserhöhungen der Molkereien schon  eingerechnet?, fragt Grünzweil. Weiters sei nicht klar, ob es hier um Brutto- oder Nettopreise gehe. Die IG Milch jedenfalls bleibe bei ihrer Forderung nach 5 Ct/kg netto Milchpreiserhöhung sofort und einer weiteren Erhöhung in gleicher Höhe im Herbst. Bis Anfang 2008 müsse zumindest das Signal für 40 Ct/kg netto (für Silomilch) klar ersichtlich sein. Sonst werden wir uns nach Alternativen umsehen, so Grünzweil. Dabei denkt er auch über den Milchverkauf z.B. nach Italien in Eigenregie nach. Eine bayrische Milchliefergemeinschaft um Landwirt Jakob Niedermaier mache ja bereits vor, wie dies gehen kann. Sie liefert über 50 Mio. kg direkt nach Italien (siehe top agrar 4/2007, S. R12). Und auch die über den Bauernverband organisierte Bayern-MEG ist dem Beispiel des BDM Süd gefolgt und seit 1. Juli mit rund 40 Mio. kg in den Italienexport eingestiegen. Von Seiten der Molkereiwirtschaft kämen diesbezüglich laut Bauernverband zwar unsachliche Vorwürfe. Doch für die Bayern-MEG zähle in dieser Diskussion allein der Milchauszahlungspreis.


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