Wolfproblematik

Tirol: Über 150 Weidetiere gerissen

Die Probleme mit dem großen Beutegreifer nahmen 2020 in Tirol eklatant zu. Mindestens 150 Weidetiere fielen den Wölfen zum Opfer.

2009 kam es in Tirol erstmals zu Nutztierrissen. 2020 wurden zumindest 150 Almtiere von herumstreunenden Wölfen getötet. Im Bild ein gerissenes Schaf in Kössen (Juli 2020). (Bildquelle: Werkbild)

Im abgelaufenen Jahr gab es nachweislich die meisten Wolfsrisse der letzten Jahre. Gleich zehn verschiedene Wölfe wurden in Tirol nachgewiesen und diese haben beträchtlichen Schaden angerichtet. Mindestens 150 Weidetiere wurden von ihnen gerissen, berichtete die Tiroler Tageszeitung.

Im Juli 2020 gründeten Vertreter der Bauern, des Tourismus und der Wirtschaft gründeten gemeinsam den „Verein zum Schutz und Erhalt der Land- und Almwirtschaft in Tirol“. Der Fokus liegt auf einen geregelten Umgang mit der Rückkehr der großer Beutegreifer - speziell mit den Wölfen. Die Verantwortlichen sehen die Notwendigkeit der Vereinsgründung wegen der enorm gestiegenen Opferzahlen unter den Nutztieren auf den Tiroler Almen. Wie sehr das Wolfsproblem der Bevölkerung unter den Nägeln brennt, zeigt auch die hohe Anzahl an Unterstützungserklärungen. Innerhalb von sechs Monaten stieg diese auf über 12.000.

Vereinsobmann und LK-Präsident Josef Hechenberger bemängelte zum Jahreswechsel, dass trotz politischer Zusagen konkrete Handlungen weiter auf sich warten lassen. Es reiche nicht, ohne Rahmenbedingungen Geld für Herdenschutz bereitzustellen. „Wir fordern einen klaren Managementplan, können hier die Augen nicht länger verschließen, denn die Problematik wird sich immer weiter zuspitzen.“

Darunter verstehen Hechenberger und der Vereinsvorstand auch die Notwendigkeit, einzelne Wölfe als Problemtiere einstufen und entnehmen zu können.


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