Pielachtaler Jungbauern

"Wollen Brücken zwischen Bauern und Konsumenten bauen"

"Wir stehen hier am Heldenplatz, um mit erhobenen Blicken und pulsierenden Herzen eine Brücke zwischen Produzenten und Konsumenten zu bauen." So lautete heute die Botschaft von Gabriela Kalteis aus Kirchberg an der Pielach, stellvertretend für etwa 150 Bauern aus dem Pielachtal.

Rund 150 Bauern aus dem Pielachtal warben heute in Wien um die Gunst der Konsumenten. (Bildquelle: Altmann)

"Die Idee für die Kundgebung am Heldenplatz ist bei einer Veranstaltung der MGN im August entstanden", erklärt Markus König. "Unter den anwesenden Bauern herrschte eine extrem schlechte Stimmung über die aktuelle Marktsituation", so der ebenfalls aus Kirchberg an der Pielach stammende Milchbauer. Gemeinsam mit anderen Kollegen aus dem Gebiet überlegte sich König, wie man die Konsumenten besser auf die Lage der Bauern aufmerksam machen könne.

Bauernbundpräsident Georg Strasser diskutierte angeregt mit den anwesenden Bauern. (Bildquelle: Altmann)

Zwar waren mit Bauernbundpräsident Georg Strasser, der Direktorin des niederösterreichischen Bauernbundes Klaudia Tanner und weiteren Funktionären einige Größen des Bauernbundes vor Ort. Doch die Pielachtaler Bauern betonen, dass sie ihre Aktion in Wien völlig unabhängig von jeglichen politischen Organisationen geplant hätten.

"Besser als mit Traktoren über den Ring zu fahren"

"Wir wollten uns bewusst von Anfang an aus politischen Dingen heraushalten", erklärt Bernhard Grassmann. "Vielmehr schwebte uns immer vor, die Konsumenten mit einer sympathischen Aktion für uns zu gewinnen." Markus König fügt hinzu: "Wir halten dies für eine bessere Lösung als mit Traktoren über den Wiener Ring zu fahren."

Bernhard Grassmann (l.) und Markus König aus Kirchberg an der Pielach organisierten gemeinsam mit weiteren jungen Bauern die heutige Kundgebung. (Bildquelle: Altmann)

Die jungen Bauern suchten entsprechend heute das Gespräch mit den Konsumenten am Heldenplatz. Mit einem Folder "Zukunft Landwirtschaft" wollte man die vorbeiziehenden Bürger über die aktuelle Situation von Österreichs Landwirten informieren. Gleichzeitig verteilten die Pielachtaler Äpfel.

Mit mehreren Plakaten machten die Bauern auf ihre Situation aufmerksam. (Bildquelle: Altmann)

Eine weitere wichtige Botschaft überbrachte Gabriela Kalteis in ihrer Rede vor den anwesenden gut 150 Bauern und Konsumenten. "Kleinbetriebe sperren zu, denn Tierwohl hat seinen Preis. Wie kann ich meinen Tieren einen Freilaufstall bieten, wenn ich für meine Produkte einen Spottpreis bezahlt bekomme?" fragte sie. Wobei für diese Frage eher der Handel die passende Adresse ist.

Markus König war mit der Veranstaltung zufrieden: "Wenn wir mit unserer Aktion nur 100 Konsumenten davon überzeugen können, zu österreichischen Qualitätsprodukten zu greifen, hat sich unser Einsatz hier gelohnt."

Milchbäuerin Gabriela Kalteis sagte in ihrer Ansprache u.a. auch: "Das heute ist Werbung in eigener Sache, die aber weit darüber hinausgeht, als für die eigene Sache. Ich und du - jeder kann sich dafür entscheiden - für Regionalität. (Bildquelle: Altmann)

Artikel geschrieben von

Torsten Altmann

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