Tierseuchen

Brasilien: Rindfleischexport nach BSE-Fall gestoppt

Der weltgrößte Exporteur von Rind- und Geflügelfleisch liefert vorerst kein Rindfleisch-Exporte mehr nach China. Bei einem 17 Jahre alten Rind war atypische BSE festgestellt worden.

In Brasilien ist ein Fall von atypischer BSE aufgetreten. (Bildquelle: Pixabay)

Aktuell werten chinesische Behörden Details zu dem Vorfall aus, teilte das brasilianische Landwirtschaftsministerium mit. Während sich der Exportstopp gemäß einem bilateralen Protokoll zwischen den beiden Ländern auf China beschränkt, schätzt die Weltorganisation für Tiergesundheit OIE in Paris das Risiko für Nutztiere als gering ein und lässt den BSE-Status von Brasilien unverändert.

Laut dem Ministerium handelt es bei dem betroffenen Tier im Staat Mato Grosso um einen atypischen Fall der Bovinen spongiformen Enzephalopathie (BSE), der spontan aufgetreten sei und nicht mit der Aufnahme von belastetem Futtermittel in Zusammenhang stehe. Das Tier sei getötet und sein Kadaver verbrannt worden, betonte das Ministerium.

Brasiliens Rindfleischexporte nach China beliefen sich in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres auf insgesamt 442,3 Mio. US-$ (rund 395 Mio. €), das entspricht einem Anteil von 26% an der Gesamtsumme und laut Regierungsdaten einer Steigerung von über 16% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Artikel geschrieben von

Leopold Th. Spanring

Redakteur

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