ÖKL-Infoblatt

Brettsperrholz im landwirtschaftlichen Bauwesen

cross laminated timber oder kurz CLT ist eine Massivholzbauweise, die in den 1990er Jahren in Österreich entwickelt wurde. Damit können große Bauelemente mit einem hohen Vorfertigungsgrad hergestellt werden.

Seit den 1990er Jahren haben die CLT-Elemente große Beliebtheit bei Baufirmen und Bauherren errungen. Die Brettsperrholz-Bauteile kommen in vielen Projekten zum Einsatz. Auch für landwirtschaftliche Gebäude wird CLT immer häufiger für Wirtschaftsräume, Einstellräume, Werkstätten oder Stallgebäude und hier insbesondere Schweineställe eingesetzt.

Das Österreichische Kuratorium für Landtechnik und Landentwicklung hat nun ein Infoblatt zum Einsatz von Brettsperrholz im landwirtschaftlichen Bauwesen herausgegeben. Holz für landwirtschaftliche Gebäude hat Tradition und eine breite Akzeptanz. Die unabhängige Nutzung von heimischem, betriebseigenen Holz als Massivbaustoff könnte künftig noch stärker regional über kleine Produktionsgemeinschaften erfolgen, die bereits von 3 bis 5 Personen betrieben werden können. In Kombination mit einer Säge inkl. Holztrocknung zur Produktion des notwendigen Schnittholzes wäre die gesamte Produktionskette und somit auch die Wertschöpfung in Händen von regional beteiligten Betrieben, wie z.B. Waldbäuerinnen und -bauern und kleinen Sägewerken. Die Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen ist zu überprüfen.

Massivholz macht Installationen einfach

Die Besonderheit der CLT-Bauweise liegt generell in seiner Einfachheit beim Aufbau, der Montage und dem Handling. Bei Projekten ist somit auch viel Eigenleistung möglich. Aufgrund des Aufbaus aus ausschließlich durchgängigem Massivholz können zum Beispiel Installationen (Sanitär, Wasser, Elektro) sehr einfach montiert werden; Details müssen nie gedübelt werden, sondern werden einfach mit Holzschrauben befestigt. Die glatte und homogene Oberfläche benötigt keinen Fassaden­aufbau bzw. keine weitere Vergütung wie z.B. Verputz. Aufgrund dieser Eigenschaften und durch den hohen Vorfertigungsgrad der CLT-Elemente kann die Bauzeit stark verkürzt werden.

Aufgrund seines Aufbaus erfüllt CLT die statischen und bauphysikalischen Vorgaben für den Bau von stabilen und dauerhaften Bauwerken. CLT lässt sich außerdem mit anderen Baustoffen (z.B. Betonbauteile) gut verbinden. Somit eignet sich CLT sowohl für Neubauten als auch für Zubauten an bestehende Gebäude.

Besondere und ökologische Baulösungen der Holzbauten entstehen in Verbindung mit einem Gründach bzw. bei Kombination mit Schraubfundamenten. In bestimmten Fällen wird auch die Bodenplatte mit CLT ausgeführt.

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