Milchmarkt

EU-Notierungen deutlich über Vorjahresniveau

Die Notierungen für Standard-Milchprodukte zogen in den letzten Monaten an. Laut der Milchmarkt-Beibachtungsstelle der EU wird das Vorjahresniveau in allen Kategorien, speziell bei Butter, Mager- und Vollmilchpulver sowie bei Käse und Molkenpulver, deutlich übertroffen.

Die EU-Notierungen für Standard-Milchprodukte tendierten in den vergangenen Monaten deutlich nach oben. Das Vorjahresniveau wird mittlerweile in allen Kategorien, insbesondere bei Butter, Mager- und Vollmilchpulver sowie bei Käse und Molkenpulver, deutlich übertroffen. Dies geht aus den jüngsten Zahlen der Milchmarkt-Beobachtungsstelle der EU-Kommission hervor. Der steile Kursanstieg wird vor allem auf das begrenzte Angebot auf den internationalen Märkten zurückgeführt.

Die Notierung für Butter stieg im EU-Schnitt von Jahresbeginn 2021 bis Anfang Juni kontinuierlich von 335 auf 413 €/100 kg. Danach setzte eine Abwärtstendenz ein, die bis Ende Juli anhielt, wo ein Durchschnittswert von 393 €/100 kg verzeichnet wurde. Ab August zeigte die Preiskurve steil nach oben, und Mitte November wurde ein Wert von 523 € verzeichnet. Die Vorjahreslinie wurde gleichzeitig um 50% überschritten.

Magermilchpulver legt weiter zu

Magermilchpulver notierte in der EU im Jänner 2021 im Schnitt bei 219 €/100 kg und verzeichnete im ersten Halbjahr einen deutlichen Anstieg auf 260 €/100 kg. Danach neigten die Kurse zur Schwäche, Ende Juli lag der Preis bei 247 €. Im August konnten sich die Kurse wieder befestigen, seither melden die Marktbeobachter der EU-Kommission Woche für Woche höhere Notierungen. Am 14. November wurde ein Wert von 302 €/100 kg gemeldet, damit wurde das Vorjahresniveau um 41% übertroffen.

Die EU-Notierung für Vollmilchpulver startete im Jänner 2021 mit einem mittleren Wert von 271 €/100 kg. Bis Anfang April erfolgte ein steiler Kursanstieg auf 319 €, danach pendelten sich die Preise bis Ende August zwischen 315 und 320 € ein. Im September setzte dann ein starker Preisschub ein, dieser hielt bis Anfang November an, wo ein Kurs von 366 €/100 kg gemeldet wurde. Vergangene Woche kam es erstmals wieder zu einem geringfügigen Rückgang auf 365 €, dennoch wurde das Vorjahresniveau um 33% überschritten.