Exportstopp

Indien erlaubt letzte Weizenlieferung nach Ägypten

Über 4.000 Getreide-LKW stauten sich in einem indischen Hafen, nachdem die Regierung spontan ein Exportverbot für Weizen verhängte. Nun erlaubt das Land eine letzte Ausfuhr nach Ägypten.

Der indische Exportstopp für Getreide hatte letzte Woche weltweit für Unverständnis gesorgt. Die G7-Agrarminister warnten bei ihrem Treffen vor massiven Folgen für Länder, die auf den indischen Weizen angewiesen sind sowie vor Folgen für die indischen Bauern.

Überrascht von der Entscheidung wurde auch der komplette Handel. Im Hafen von Kandla kamen zu der Zeit tausende LKWs mit Getreide für Ägypten an und wurden nicht mehr abgefertigt. Presseberichten zufolge stauten sich zwischenzeitlich rund 4.000 Lastwagen rund um den Hafen.

Nun hat Indien eine Ausnahmeerlaubnis erteilt: Weizenlieferungen, die bis einschließlich vergangenen Freitag dem Zoll übergeben worden seien, dürften exportiert werden. Also alle LKW, die vor der Verkündung des Ausfuhrstopps dort angekommen waren, werden noch entladen, die anderen nicht mehr.

Indien ist der zweitgrößte Weizenproduzent der Welt und exportierte 2021 insgesamt 110 Mio. t. Nun leidet das Land unter einer Hitzewelle, entsprechend mager dürfte die Weizenernte ausfallen.

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