Speisekartoffeln

Landwirte haben kaum noch Kartoffeln auf Lager

Die meisten Kartoffelbauern haben ihr Lager bereits geräumt, bis zur neuen Ernte soll die Ware noch reichen, teilt die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau mit.

Der österreichische Speisekartoffelmarkt startet stabil in den Mai. Viele Landwirte haben mittlerweile ihre Läger weitgehend geräumt, freie Ware ist damit kaum mehr am Markt verfügbar. Auch die Lagerbestände bei den Händlern sind schon recht überschaubar, dürften aber bis zum Anschluss an die neue Ernte reichen, teilt die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau mit.

Mit der Absatzsituation sei man durchaus zufrieden. Vom Lebensmitteleinzelhandel wird von einem unaufgeregten, aber stetigen Bedarfsgeschäft berichtet. In der Regel setzt man dabei weiterhin ganz auf heimische Lagerware. Erfreulich sei auch die Entwicklung im Außer-Haus Konsum, speziell der Städtetourismus gewinnt wieder an Fahrt. Bei den Erzeugerpreisen kommen bei Vertragsware entsprechende Lagerzuschläge dazu. Eine weitere Preiserhöhung gab es zudem für Kühlhausware in Topqualität. In Niederösterreich wurden Speisekartoffeln zu Wochenbeginn meist um 18 bis 26 Euro/100 kg übernommen. Für drahtwurmfreie, kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel sind nun 28 Euro/100 kg zu erzielen.

Laut Statistik Austria wird die Anbaufläche bei Kartoffeln für 2022 auf 22.112 Hektar in Österreich geschätzt, ein Minus von 2 % im Vergleich zum Vorjahr.

Ware in Top-Qualität ist knapp verfügbar

Die Situation am deutschen Speisekartoffelmarkt habe sich in der vergangenen Woche kaum verändert. Das Angebot falle weiterhin bedarfsdeckend aus. Einzig Ware in Topqualität ist knapp verfügbar und wird mit entsprechenden Preisaufschlägen gehandelt. Ansonsten halten sich die Erzeugerpreise stabil auf dem Vorwochenniveau. Zunehmend ergänzt Importware das Sortiment im Lebensmitteleinzelhandel, doch bisher fielen die umgesetzten Mengen recht überschaubar aus. Mit dem Fortschreiten der Spargelsaison könnte sich dies jedoch noch ändern. Leichte Impulse gab es zuletzt im Exportgeschäft Richtung Osteuropa. Hier besteht in erster Linie Nachfrage nach qualitativ guter Ware.

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