EU-Schlachtrindermarkt

Preise geraten unter Druck

Das Angebot steigt, doch die Konsumenten halten sich beim Kauf von Rindfleisch zurück. Außerdem drückt wieder billige südamerikanische Ware in den Großhandel.

Am Schlachtrindermarkt herrscht weiterhin EU-weit eine herausfordernde und schwierige Situation. Primär dürfte die aktuelle Kaufzurückhaltung der Konsumenten der Hauptgrund für die Preisrücknahmen in allen Kategorien sein, erklärt die Rinderbörse.

30% Umsatzeinbruch

In Deutschland geht man davon aus, dass die Umsätze um zirka 30% eingebrochen sind. Preisrücknahmen bei Jungstieren wurden in der Höhe von bis zu 1 Euro/kg in den letzten Wochen schlagend. Diese Preisrücknahmen sollten sich im Juni aber wieder stabilisieren.

Auch im Verarbeitungsbereich kam es in den letzten Wochen zu einer deutlich reduzierten Nachfrage, welche sich vor allem im Bio-Verarbeitungsbereich niederschlug und Preiszuschläge dementsprechend reduziert wurden.

Verhaltene Nachfrage

In Österreich ist das Angebot an Jungstieren steigend, bei einer verhaltenen Nachfrage seitens des Lebensmitteleinzelhandels, so die Rinderbörse. In den vergangenen Wochen gab es wenig Aktionen im Rindfleischbereich, was ebenfalls wesentlich zur Kaufzurückhaltung beigetragen hat.

Im Großhandel wird zusehends wieder die Konkurrenz der billigen südamerikanischen Ware bemerkt, welche zusätzlichen Preisdruck erzeugt. Der Schlachtkuh-Vermarktungsbereich gestaltet sich seit zwei Wochen ebenfalls schwieriger. Vor allem im Export ist die Situation bei Verarbeitungsrindfleisch angespannt, die Kontingente Richtung Schweiz wurden halbiert.

Die Schlachtkuhpreise tendieren nach unten. Davon betroffen sind auch Schlachtkalbinnen, die ebenfalls in der Preisbildung etwas zu Schwäche neigen. Bei Schlachtkälbern sind die Preise stabil. Die Österreichische Rinderbörse rechnet diese Woche bei der Vermarktung von Kalbinnen der Handelsklasse R2/3 mit einem Preis von 3,85 Euro/kg Schlachtgewicht. Für Schlachtkühe werden 3,66 Euro/kg erwartet und für Schlachtkälber weiterhin 5,85 Euro. Die Notierung für Jungstiere ist erneut ausgesetzt. Die angegebenen Basispreise sind Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen.

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