Einkaufsverhalten 2020:

Qualität und Regionalität werden wichtiger

Sowohl Einkaufsmengen als auch Ausgaben im Lebensmitteleinzelhandel legten kräftig zu. Regionale Produkte gewinnen an Bedeutung, das Qualitätsbewusstsein steigt. Das zeigen die Marktdaten aus dem RollAMA Haushaltspanel für 2020.

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Direkt beim Bauern gaben die Haushalte um 24 Prozent mehr aus als im Jahr davor. (Bildquelle: Altmann)

Die Direktvermarktung und der Fachhandel profitieren von der außergewöhnlichen Einkaufs- und Konsumsituation. Direkt beim Bauern gaben die Haushalte um 24 Prozent mehr aus als im Jahr davor. Auch der Einkauf auf dem Bauernmarkt war 2020 beliebt (siehe Übersicht). Die Umsätze der Fleischhauer nahmen um 16 Prozent zu. Frischmilch und Eier werden besonders häufig beim bäuerlichen Direktvermarkter gekauft, gefolgt von Erdäpfeln und Speck.

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Direktvermarktung und der Fachhandel haben von der außergewöhnlichen Einkaufs- und Konsumsituation profitiert. (Bildquelle: AMA)

Insgesamt 10 % mehr verkauft

Für das Haushaltspanel der AMA werden die Einkäufe von Fleisch und Geflügel, Wurst, Milch und Milchprodukten, Käse, Obst, Gemüse, Erdäpfeln, Eiern, Tiefkühlprodukten, Obst- und Gemüsekonserven sowie Fertiggerichten aufgezeichnet. Alle erfassten Warengruppen konnten 2020 kräftig zulegen. Gegenüber 2019 verzeichnen der klassische Lebensmitteleinzelhandel, die Diskonter und weitere Einkaufsquellen wie Bäcker, Fleischer, Märkte oder Zustelldienste wertmäßige Zuwächse von 14 Prozent. Auch mengenmäßig haben alle erfassten Warengruppen zugelegt, im Mittel um knapp zehn Prozent.

2020 gaben die Haushalte durchschnittlich rund 20 € mehr pro Monat im Lebensmittel-einzelhandel aus als in den Jahren davor. Besonders gestiegen sind die Ausgaben für Fertiggerichte, Frischgemüse und -obst, Fleisch, Wurst und Schinken sowie für frische Milchprodukte.

Der Anteil jener Lebensmittel, die in Aktion gekauft wurden, ist 2020 leicht gesunken. Den höchsten Aktionsanteil zeigen Fertiggerichte sowie Fleisch und Wurst. Am wenigsten stark werden Eier rabattiert. Die Bio-Anteile stiegen trotz der teilweise wohl angespannten finanziellen Situation kontinuierlich an und erreichten mit zehn Prozent erstmals einen zweistelligen Wert.


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