Schweinemarkt: Preise ziehen an

Am EU-Schweinemarkt werden nach einer Phase mit stabilen Erlösen jetzt wieder Preissteigerungen verzeichnet. Rückläufige Angebotsmengen sowie sinkende Schlachtgewichte einerseits und Absatzimpulse durch zunehmende Grillaktivitäten andererseits, bewirken in den meisten Mitgliedstaaten einen Aufwärtstrend beim Schweinepreis.

In Österreich liegt der Notierungspreis der Schweinebörse in dieser Woche bei 1,29 €/kg. (Bildquelle: )

Zwischen 2 (Belgien, Dänemark) und 4 Cent (Frankreich, Deutschland) legen die Notierungen zu. Nur Italien zeigt noch keine Preisbewegung. Auch in Österreich war nach Angaben der Schweinebörse in der abgelaufenen Woche eine Tendenz zur Marktbelebung spürbar. Überdurchschnittliche Schlachtzahlen sorgten dafür, dass das hohe Angebot fristgerecht abfloss.

3 Ct Plus in Österreich

Trotzdem beschreibt die Fleischwirtschaft die Marktlage als anhaltend schwierig. Viele Schweine würden nur wegen der etwas besser gefragten Grillteile wie Schopf und Karree geschlachtet, der überwiegende Teil des Schlachtkörpers müsse unterpreisig verkauft oder auf Lager gelegt werden, heißt es. Das frische Angebot pendelte erheblich unter dem Durchschnittsniveau zurück. Vor diesem Hintergrund und der Erwartung einer verbesserten Marktlage in nächster Zeit wurde mit den Abnehmern ein Plus von 3 Cent vereinbart. Der Notierungspreis der Schweinebörse steigt somit diese Woche auf EUR 1,29 je kg (Berechnungsbasis: EUR 1,19). Nach Einschätzung der Experten sollte sich in Österreich die Preiskurve in nächster Zeit zwischen seitwärts und aufwärts bewegen. Die Steigung wird in erheblichem Maße von der Grillfreundlichkeit des Wetters beeinflusst werden. Auf EU-Ebene verlief die Preisentwicklung für die Erzeuger in den ersten Monaten 2010 nicht besonders zufriedenstellend. Der Erlös für Schweine der Handelsklasse E blieb im ersten Quartal mit durchschnittlich EUR 1,34 je kg Schlachtgewicht gut 1% unter dem Vorjahresniveau. Rechtzeitig zum Start der Grillsaison gehe es aber aufwärts mit den Preisen, stellt die deutsche Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) in ihrer Prognose fest. Im Jahresmittel dürfte der EU-Schweinepreis jedoch laut AMI kaum das Vorjahresniveau übertreffen. Die leicht gestiegene Zahl der Sauen und der Produktivitätsfortschritt dürften dafür sorgen, dass die EU-Produktion 2010 um knapp 1% auf rund 254 Mio. Tiere zulegen werde.

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