Trotz gestiegener Exporte mehr Äpfel auf Lager

Der österreichische Apfellagerstand war zum Stichtag 1. Februar mit rund 95.000 t beinahe doppelt so hoch wie im korrespondierenden Monat des ertragsschwachen Vorjahres. Dies geht aus dem jüngsten AMA-Obstmarktbericht hervor.

Die Großhandelspreise schwächeln, zudem liegt mehr Ware auf Lager. (Bildquelle: pixabay.com)

Der Löwenanteil der Lagermenge mit 82.800 t oder 87% befindet sich in der Steiermark, wovon wiederum die Hauptsorte Golden Delicious 21.800 t ausmacht.

Rückläufige Großhandelspreise

Der Abverkauf von heimischen Tafeläpfeln ging im Februar in die nächste Runde. Der gewichtete Verkaufspreis für konventionelle Ware (ab Rampe, ohne USt., Klasse I unabhängig von Größensortierung und Verpackung) hatte etwas an Wert verloren und lag mit 0,56 Euro/kg um 10% unter dem Vormonatsniveau, berichtet die AMA. Während die Sorte Gala das Preisniveau annähernd halten konnte, werteten Golden Delicious, Jonagold und Braeburn gegenüber Jänner ab.

Höhere Exportanteile

Der Außenhandel mit Tafeläpfeln entwickelte sich laut aktuellen Zahlen der Statistik Austria im Jahr 2018 zugunsten der österreichischen Vermarkter. Gegenüber 2017 konnten die Exporte mengenmäßig um 12% und infolge der festen Preise in der ersten Jahreshälfte wertmäßig um 80% gesteigert werden. Grundsätzlich wären heuer wegen der guten heimischen Ernte 2018 Apfelimporte aus Übersee nicht notwendig. Aufgrund von langfristigen Programmen, Abnahmegarantien und Eigenimporten der Handelsketten wird in den kommenden Wochen dennoch Ware aus Chile, Südafrika und Neuseeland in den heimischen Obstregalen zu finden sein. -aiz-

Artikel geschrieben von

Leopold Th. Spanring

Redakteur

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