Flammender Appell von Energypeace

"Fernwärme schnellstens nur mehr aus Erneuerbaren!"

In Österreich wird ein beachtlicher Teil der Fernwärme mit Gas erzeugt. 10 % des gesamten Gasverbrauches, ca 8,5 TWh, geht für die Produktion von Fernwärme drauf. Diese Erdgasmenge könnte binnen 18 Monaten weitgehend eingespart werden, wenn die Städte, die ihre Fernwärme mit Erdgas erzeugen, rasch beschließen, die Fernwärme ab dem Winter 2023/24 mit erneuerbaren Energiequellen zu produzieren, schreibt die Klimaschutzbewegung Energypeace.

Wien, Graz, Linz, Salzburg auch St. Pölten setzen stark auf Erdgas. Im Gegensatz zu Klagenfurt und Eisenstadt, die auf erneuerbare Quellen setzen, heißt es weiter in dem Infoblatt.

Die Initiative Energypeace, deren Köpfe Jack Hafner, Heinz Kopetz, Dietmar Moser, Erwin Stubenschrott und Karl Totter sind, führen vier Alternativen zur Fernwärme aus Erdgas an:

  1. Solarthermie für die Warmwasserbereitstellung von März bis September
  2. Umgebungswärme genutzt mit Wärmepumpen in der Übergangszeit
  3. Biomasse in den Wintermonaten genutzt in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, die Wärme und Strom liefern und so die Winterstromlücke verkleinern, die aktuell mit Atomstrom oder Strom aus Gasanlagen gedeckt wird.
  4. Tiefen-Geothermie in wenigen Einzelfällen.

Aus Sicht von Energypeace haben wird auch genügend Potenzial aus den Alternativen. So liefern

  • 300 ha Solarthermie-Anlagen 1,8 TWh Wärme
  • 600 GWh Strom über Wärmepumpen 1,8 TWh Wärme
  • 3 Mio. Festmeter Holz bringen 6 TWh Energie.

Das Holz sei vorhanden, allein der ungenutzte Zuwachs jährlich betrage 4,5 Mio. Festmeter. „Mit dieser Umstellung sparen wir fast 2 Mio. t CO2 ein, leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und die Fernwärme wird unabhängig von Importen“, erklärt Karl Totter.

Appell an Landeshauptleute und Bürgermeister

Daher sein Appell an die Landeshauptleute (Ausnahme Kärnten und Burgenland) und an die Verantwortlichen in den Landeshauptstädten (außer Klagenfurt, Eisenstadt):

„Bitte treffen Sie bis Juni eine Grundsatzentscheidung zur sofortigen Umstellung der Fernwärme in den großen Städten auf erneuerbare Quellen.“ Bis Dezember sollten dann die Planung, Genehmigung, Vorbereitungen des Umbaus erledigt werden. Dann könne im Frühjahr 2023 mit dem Umbau begonnen werden und die neuen Anlagen im Herbst 2023 fertiggestellt werden. Totter: „So erreichen wir die Klimaziele und versorgen die Bevölkerung mit heimischer Wärme!“

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