Uneinigkeit über EAG

Über 6000 Photovoltaik-Projekte "auf Eis"

Mehr als 6.000 fertig entwickelte und genehmigte Photovoltaik-Projekte mit über 400 MW können derzeit nicht realisiert werden, weil das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) nach wie vor noch in der koalitionsinternen politischen Warteschleife hängt, bemängelt der Bundesverband Photovolataik Austria und fordert: "Die Regierung muss sich über das EAG einig werden, um 2021 nicht zum verlorenen PV-Jahr zu machen."

Dachanlage

Die gerade durchgeführte Investitionsförderung für PV-Anlagen war wie erwartet wieder stark überzeichnet. (Bildquelle: pixabay.com/Alex Csiki )

Auch die gerade abgewickelte zweite Förderschiene für Photovoltaik-Dachanlagen, die reine Investitionsförderung für PV-Anlagen, sei wie erwartet wieder deutlich überzeichnet gewesen. Schon bei der Tarifförderung gemäß Ökostromgesetz für Photovoltaik(PV)-Dachanlagen im Jänner habe es viel mehr Nachfrage als Angebot gegeben. Sie sei so hoch gewesen, dass das verfügbare Budget innerhalb weniger Minuten vergeben war.

Mehr als 257 Megawatt (MW) haben laut dem Verband damit nach aktuellem Stand auch hier keine Realisierungszusage. Auch die zeitgleich gestartete Investitionsförderung für Stromspeicher war rasch vergriffen und etwas mehr als 1.800 Förderanträge für Speicheranlagen kommen nicht zum Zug.

Mehr Projekte auf Eis als 2020 errichtet wurden

Platz im Kontingent haben in Summe bei beiden Förderschienen rd. 330 MW gefunden. Es liegen mehr Projekte auf Eis als im gesamten Vorjahr errichtet wurden – "Projekte, die uns am Ende des Jahres deutlich fehlen werden, wenn nicht rasch reagiert wird", erklärt Herbert Paierl, Vorstandsvorsitzender des Verbandes.

Schuld am Desaster sei die Uneinigkeit der Regierung und damit das Hinauszögern des längst ausständigen EAG. Das Gesetz hätte bereits mit diesem Jahr in Kraft treten und erforderliche Rahmenbedingungen für den PV-Ausbauturbo schaffen sollen. Paierl: „Der Appell geht nach wie vor an beide Regierungsparteien: Das EAG muss umgehend zu einem Ende gebracht werden, damit Österreich endlich und tatsächlich in eine sonnige Zukunft starten kann, die Jobmotor ist und eine heimische Wirtschafsleistung ermöglicht. Beide Regierungsparteien müssen sich auf das Wesentliche fokussieren und als nächsten Schritt das EAG zur Vorstellung in den Nationalrat bringen um 2021 nicht zum verlorenen PV Jahr zu machen.“


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