Erneubare Energien

Vorschlag zum „Erneuerbaren Ausbau Gesetz“ vorgestellt

Die Bundesregierung hat das „Erneuerbaren Ausbau Gesetz“ (EAG) vorgestellt. Dieses schaffe laut Ministerin Elisabeth Köstinger die Grundlage für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Österreich. Hier die Details zum Vorschlag der Regierung.

Holz

"Unsere Wälder liefern den Rohstoff für die ökologische Produktion von Strom, auch wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht. Diese Ressource werden wir in Zukunft noch besser nutzen können", erklärt Ministerin Elisabeth Köstinger. (Bildquelle: pixabay.com/recyclind)

Elisabeth Köstinger hatte für das „Erneuerbaren Ausbau Gesetz“ (EAG) bereits 2018 den Startschuss gegeben. Mit dem neuen Gesetz stehe nun die Grundlage für den Ausbau erneuerbarer Energien in Österreich. Die heimische Land- und Forstwirtschaft mit ihrer nachwachsenden Ressource Holz wird einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende leisten. Das EAG schafft den Rahmen, um den Ausbau voranzutreiben:

Neben der Sonnen-, Wind- und Wasserenergie werden vor allem Biomasse und Biogas eine wesentliche Rolle spielen:

  • Geplant ist eine Bestandsicherung mit klarer Nachfolgeregelung bis ins 30. Bestandsjahr für alle Anlagen.
  • Es wurden Ausnahmen vom 60% Brennstoffnutzungsgrad verankert. Damit können Biomasseanlagen durch die Verwendung von Schadholz bzw. der Einhaltung technischer Kriterien weitergeführt werden.
  • Nahwärmeanlagen können zusätzliche Förderungen erhalten.
  • Biogasanlagen, die sich innerhalb von 10 km zum Gasnetz befinden, sollen das „Grüne Gas“ in Zukunft ins Gasnetz einspeisen. Kleine Anlagen innerhalb dieser Grenze können auch bis zum 30. Bestandsjahr weiter verstromen.
  • Für die Umrüstung von Verstromung auf Gaseinspeisung stehen 20 Mio. € pro Jahr als Investitionsförderung bereit. Für Neuanlagen wurde eine Investitionsförderung von 30 Mio. Euro jährlich vorgesehen. Die Netzanschlusskosten ans Gasnetz werden bis zu 10 km übernommen.
  • Erneuerbare Energiegemeinschaften bringen neue Möglichkeiten für die Regionen – land- und forstwirtschaftliche Betriebe können daran teilnehmen. In vielen Fällen haben sich schon in den letzten Jahrzehnten bäuerliche Betriebe zusammengeschlossen und betreiben Nahwärme-Netze mit Hackschnitzel-Anlagen. Künftig können sie in diesen Energiegemeinschaften auch Strom selbst produzieren und verkaufen.
  • Für Saisonbetriebe, die zum Beispiel eine elektrifizierte Feldberegnung haben, kommt außerhalb der Saison eine 80-prozentige Befreiung der Ökostrompauschale.

Aktuell handelt es sich um einen Vorschlag der Regierung. Bis Inkrafttreten muss der Gesetzesvorschlag noch vom Nationalrat und Bundesrat abgesegnet werden.


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