Bilanz

2021 weniger Äpfel geerntet

Die österreichische Tafelapfelernte fällt heuer mit 152.000 t abermals unterdurchschnittlich aus und unterschreitet das Niveau des Vorjahres um 5%. Dies teilt die Agrarmarkt Austria (AMA) in ihrem jüngsten Obstmarktbericht mit.

Die heimische Tafelapfelernte fällt heuer erneut unterdurchschnittlich aus. Der Grund: Im Frühjahr war der Kernobstbau von Spätfrösten und weiteren ertragsmindernden Effekten betroffen. Obwohl der Blütenansatz relativ gut war, wurde durch mehrfache Frosteinwirkung vor und während der Blüte sowie schlechtes Blühwetter mit wenig Bienenflug der Ertrag entsprechend limitiert. Das Fruchtwachstum wurde zu Beginn deutlich verzögert. Dies führte in der Folge zu kleineren Fruchtgrößen, vor allem bei den Frühsorten. Rund 80% der österreichischen Tafeläpfel kommen aus der Steiermark.

Plus 11% bei Großhandelsabgabepreisen

Die heimischen Großhandelsabgabepreise für Tafeläpfel reagierten auf die abermalige Verknappung und tendierten laut AMA im Oktober 2021 nach einem kleinen Dämpfer am Ende der letzten Saison mit durchschnittlich 0,87 Euro/kg (+11%) für konventionelle Ware positiv in Richtung Vorjahresniveau.

Der von der AMA zum 1. Oktober 2021 bundesweit erhobene Lagerbestand von Tafeläpfeln (Bio und konventionell) lag mit 35.903 t um rund 30% unter dem korrespondierenden Vorjahresniveau. Durch den witterungsbedingt um knapp zwei Wochen verspäteten Erntebeginn wurde mit erhöhten Einlagerungsmengen im Oktober und November gerechnet. Ein Abgabedruck wird heuer laut AMA abermals nicht aufkommen, auch wenn die europäische Apfelernte mit 11,7 Mio. t die viertgrößte Menge der vergangenen zehn Jahre darstellt und den Vorjahreswert um rund 10% übertrifft.