Store-Checker der LK decken auf

90 % der Packerlsalate aus dem Ausland

Neun von zehn essfertigen Packerl-Salaten kommen aus dem Ausland. Zudem ist die Kennzeichnung vor allem bei Salatmixturen miserabel. Das haben die Store-Checker der Landwirtschaftskammer (LK) Steiermark bei Überprüfung der Herkunft von essfertigen Salaten in Plastikverpackungen ermittelt.

Salat

Am Teller sieht er zum Anbeißen aus, frischer Salat. Aber über die Herkunft bleibt oft ein gut gehütetes Geheimnis. (Bildquelle: pixabay.com/msqrd2)

"Das Ergebnis ist miserabel: Die tatsächliche Herkunft der essfertigen Packerl-Salate bleibt vielfach ein gut gehütetes Geheimnis, außerdem finden sich kaum heimische Salate in den Hochglanz-Verpackungen. Und für jeden missverständlich sind die rot-weiß-roten Fahnen mit der Zusatzinformation 'hergestellt in Österreich' auf den Verpackungen, die die heimische Herkunft vorgeben sollen, obwohl der Salat bei genauer Überprüfung aus einem anderen Land kommt", legt der steirische Kammerdirektor Werner Brugner die zentralen Kritikpunkte des Herkunftstests offen.

Neun von zehn Salaten nicht aus Österreich

Von Ende Jänner bis Mitte Februar prüften die Store-Checker der LK im Handel 80 verschiedene, essfertig geschnittene Salate im Packerl oder Becher: Vogerlsalat, Salatherzen, Rucola, junger Blattsalat, Mischsalate sowie verschiedene andere Pflücksalate. Neun von zehn Produkten oder Mischungen kommen aus dem Ausland - besonders auffallend ist die lückenhafte Kennzeichnung bei Salatmixturen. Konkret: 89% (71 Proben) der untersuchten essfertigen Salate kommen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus Ländern wie Spanien, Ungarn, Italien, Deutschland oder Frankreich. Nur bei einem von zehn Packerln kommt der Salat tatsächlich auch aus Österreich.

Untersucht hat das Store-Checker-Team der LK Steiermark auch zwölf essfertig verpackte Biosalate. Für besondere Verwunderung sorgt dabei, dass nur ein einziges Produkt eine österreichische Herkunft aufweist. Kritik üben die Store-Checker auch an der Verpackung der Biosalate: Sie sind wenig überraschend in Plastiksackerln eingepackt. Positiv beurteilt die Landwirtschaftskammer die Kennzeichnung der Biosalate - zumindest die ist korrekt: Sind 98% der Zutaten aus einem speziellen Herkunftsland, dann ist dieses auch angegeben. Bei Mixsalaten mit mehreren Herkünften ist zumindest das EU-Bio-Logo, aber keines der Ursprungsländer angegeben.

LK fordert: Herkunft der essfertig verpackten Salate kennzeichnen

Eine korrekte Herkunftskennzeichnung von allen essfertig verpackten Salaten verlangt die Landwirtschaftskammer. Brugner: "Bio zeigt vor, dass eine Herkunftsangabe möglich ist. Eine generelle Kennzeichnung des Ursprungs der Salate gibt der Bevölkerung Wahlfreiheit und schafft auch Bewusstsein für regionale Lebensmittel."

Der köstliche und kalorienarme steirische Chinakohl ist die gesunde sowie klimaschonende Alternative zu Salaten, die über Tausende von Kilometern herangekarrt werden. Er bleibt ohne energieintensive technische Kühlung in Naturlagern bis März frisch und knackig und hat kurze Transportwege von im Schnitt nicht einmal 100 Kilometern. Die steirischen Direktvermarkter bieten ab Hof sowie auf Bauernmärkten im Winter neben Chinakohl auch den beliebten steirischen Vogerlsalat an, weiters bunte Mix-Salate, begehrte Asia- und Eichblattsalate sowie knackige Innovationen wie Pak Choi oder Tatsoi.


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