Urteil

Actimel-„Vorteilspack“ teurer als reguläre Packung

Eine als Vorteilspack ausgelobte 10er-Actimel-Packung war im Geschäft in Relation zum Grundpreis teurer als die herkömmliche Packung mit sechs Flaschen. Die Arbeiterkammer klagte und bekam auch in zweiter Instanz Recht.

ActimelPACK

Danone versprach einen Preisvorteil auf der Packung, der im Geschäft dann nicht gehalten hat. (Bildquelle: Scrrenshot)

Danone Österreich wurde vom Oberlandesgericht Wien (OLG) wegen irreführender Werbung rechtskräftig verurteilt. Schon das Erstgericht, das Handeslgericht Wien, erkannte Danone für schuldig. Die 10er-Großpackungen seien im April 2018 vom Einzelhandel durchschnittlich um 8,5% teurer als die normalen 6er-Packungen verkauft worden.

Packungsaufdruck versprach Preisvorteil, den es nicht gab

Durchschnittsverbraucher würden gerade bei flüchtiger Betrachtung wegen der blickfangartigen Gestaltung der Großpackung und der Bezeichnung als „Vorteilspack“ einen Preisvorteil im Vergleich zur normalen Packungsgröße erwarten. Man können nicht davon ausgehen, dass Konsumenten dabei überlegen würden, ob der Einzelhandel den Preisvorteil auch weitergibt, so das OLG Wien.

Wenn Danone daher nicht gewährleisten kann, dass der angekündigte „Vorteilspack“ vom Einzelhandel auch tatsächlich günstiger angeboten wird, sei der Aufdruck zu unterlassen, so das Urteil. Der Durchschnittsverbraucher gehe jedenfalls davon aus, dass der Ausdruck „Vorteilspackung“ auch einen Preisvorteil bedeutet, heißt es in der Begründung.


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