Wolf

Heuer bereits vier verschiedene Wölfe in Tirol nachgewiesen

Vier verschiedene Wölfe waren im Zeitraum zwischen 24. Februar und 2. Juni 2020 in Tirol unterwegs. Das hat die Genotypisierung jener DNA-Proben von Wild- und Nutztierrissen aus den Bezirken Landeck, Lienz und Schwaz ergeben.

Wolf

Innerhalb einer kurzen Zeitspanne im Februar/März wurden sowohl ein männlicher als auch ein weiblicher Wolf in Tirol nachgewiesen. (Bildquelle: pixabay.com)

Im Zuge dieser vertiefenden, genetischen Analyse wird nicht nur die Tierart, sondern das konkrete Individuum bestimmt. Diese genetischen Fingerabdrücke ermöglichen es, die Bewegung einzelner großer Beutegreifer besser nachvollziehen zu können. So wurden am Sonnenplateau im Oberen Gericht (Bezirk Landeck) innerhalb einer kurzen Zeitspanne im Februar/März sowohl ein männlicher als auch ein weiblicher Wolf nachgewiesen. Aufgrund diesem beinahe zeitgleichen Auftreten kann laut Martin Janovsky, Beauftragter des Landes für große Beutegreifer, eine Paarbildung nicht ausgeschlossen werden.

Die Genotypisierung hat gezeigt, dass das am 24. Februar im Gemeindegebiet von Fiss tot aufgefundene Reh von einem männlichen, in Österreich bislang nicht nachgewiesenen, Wolf gerissen wurde. Ein am 6. März ebenfalls in Fiss gerissenes Reh konnte hingegen eindeutig einer bereits bekannten Wölfin zugeordnet werden, ebenso wie die Schafsrisse von Mitte Mai bis Anfang Juni in Serfaus. Derselbe Wolf wurde bereits im November 2019 in Fiss nachgewiesen. Es ist wahrscheinlich, dass sich die Wölfin den Winter über in der Region aufgehalten hat.

Salzburger Schadwolf hielt sich in Gerlos auf

Jener männliche Wolf, der im Vorjahr im Salzburger Pongau mehrere Schafe gerissen hatte, hielt sich im folgenden März in Gerlos auf, wo er ein Stück Rotwild riss. Für diesen Wolf mit der Bezeichnung 59 MATK hat die Bezirkshauptmannschaft St. Johann im Pongau einen nicht rechtskräftigen Abschussauftrag erteilt.

Wölfin in Matrei in Osttirol

Bei den drei am 18. Mai 2020 im Gemeindegebiet von Matrei in Osttirol gerissenen Schafen wurde wiederum ein weiblicher Wolf als Verursacher nachgewiesen, der bisher in Österreich noch nicht auffällig geworden ist.

Noch keine eindeutigen Ergebnisse erbrachten die DNA-Analysen zur Bestimmung der Tierart für die Ziegenrisse vom 4. Juni im Gemeindegebiet von Kirchdorf. Auch die Ergebnisse für die Schafsrisse in Walchsee (21. Juni) und Kössen (29. Juni) liegen noch nicht vor. Keine DNA von einem Raubtier konnte an den Proben von Anfang Juni im Gemeindegebiet von Hopfgarten im Brixental gefundenen Schafen nachgewiesen werden. Die Kadaver waren teils sehr stark verwest.


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