Burgenland

Immer weniger Rinderbetriebe im Burgenland

„Das Burgenland hat im letzten Jahr leider sechs Betriebe und 131 Herdebuchkühe verloren. Auch 2023 werden etliche Betriebe die Rinderhaltung aufgeben“, sagt Rinderzucht-GF Lehner.

Vor kurzem fand der Tag der Rinderzucht vom Burgenländischen Rinderzuchtverband in Oberwart statt. Derzeit gibt es im Burgenland 85 Zuchtbetriebe mit rund 3.600 Kühen. „Durch etliche Auflagen und fehlende Preisanpassungen ist die Zahl der Rinderzüchter im Burgenland leider rückläufig“, berichtet Johannes Lehner, der Geschäftsführer des Bgld. Rinderzuchtverbandes beim Tag der Rinderzucht gemeinsam mit Nikolaus Berlakovich, Präsident der Bgld. Landwirtschaftskammer.

„Burgenland hat im Vergleich zum Vorjahr leider sechs Betriebe und 131 Herdebuchkühe verloren. Die Prognosen zeigen, dass auch 2023 wieder etliche Betriebe die Rinderhaltung aufgeben werden“, berichtet Lehner. Zwei Gründe dafür sieht der Geschäftsführer womöglich darin: „Die Preise für das Fleisch gleichen sich nur sehr schleppend an die generelle Preissteigerung an. Und leider gibt es auch immer mehr Auflagen, sowohl bei der Milchproduktion als auch in der Zucht, die viele nicht mehr mitmachen können beziehungsweise auch wollen.“

„Aber trotz allem haben wir einen Selbstversorgungsgrad von rund 40 % beim Rindfleisch und bei Milch und Milchprodukten 30 %“, so Berlakovich. Im Großen und Ganzen ist die gesamte Marktlage in Österreich schwierig. Innerhalb Österreichs werden gute Zuchttiere gesucht. Aufgrund des Ukraine-Krieges gestaltet sich auch der Export schwierig. Die ständigen Diskussionen über Tiertransporte wirken sich ebenfalls auf den Exportmarkt aus. Die Preise für Zuchtvieh steigen trotz der generellen Preissteigerungen nur sehr langsam an. „Dies könnte auch der Grund eines derzeit geringen Angebotes sein“, so Lehner.

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