Store-Check

Mehr heimische Erdbeeren in den Supermärkten

Woher kommen die Erdbeeren in den steirischen Supermärkten? Dieser Frage ist die LK Steiermark nachgegangen.

Erdbeeren

60 steirische Obstbaubetriebe kultivieren auf etwa 180 Hektar Erdbeeren. 15 Produzenten bieten Erdbeeren zur Selbstpflücke an. (Bildquelle: LK/Danner)

Der Herkunftstest erfolgte in 45 Geschäften der großen Handelsketten inklusive der Diskonter. Die Herkunfts-Checker der Landwirtschaftskammer überprüften, ob in den Regalen heimische Erdbeeren angeboten werden, wieviel Platz heimischen Erdbeeren eingeräumt wird und ob es Preisunterschiede zwischen heimischen und ausländischen Erdbeeren gibt. Ermittelt wurden auch die gesamten Regalplätze für heimische und ausländische Beeren.

Das Ergebnis zeigt, dass heimische Erdbeeren besser vertreten sind als noch vor ein paar Jahren. Denn über viele Jahre schrumpfte durch den massiven Preisdruck des Handels das heimische Angebot stark. „Alle getesteten Geschäfte führen heimische Erdbeeren, wobei mehr als zwei Drittel der Geschäfte erntefrische, steirische Erdbeeren mit kurzen Transportwegen anbieten. Diese sind im Schnitt um zwölf Prozent günstiger als weitgereiste ausländische, die vorwiegend aus Spanien, der Slowakei und Italien kommen“, fasst Kammerdirektor Werner Brugner den Vorteil für die Verbraucher zusammen. Ein Diskonter bietet sogar ausschließlich steirische Erdbeeren an. Neben den heimischen Erdbeeren bieten alle Geschäfte auch ausländische Erdbeeren an.

Erdbeerbauern können sich Flächenausweitung vorstellen

„Dank der guten Nachfrage nach heimischen Erdbeeren durch die Steirerinnen und Steirer, legt der Handel wieder Wert auf heimische Ware“, freut sich Brugner. Und weiter: „Hält die Nachfrage nach saisonalen Erdbeeren an, dann weiten die steirischen Erdbeerbauern ihre Flächen in der nächstjährigen Saison gerne aus. Allerdings brauchen die Erdbeerbauern klare Mengen- und Preisvereinbarungen mit dem Handel.“ Derzeit ist die die Nachfrage nach heimischen Erdbeeren gut, das Angebot witterungsbedingt gleichmäßig. Der Selbstversorgungsgrad bei Erdbeeren liegt aktuell bei 35 Prozent.

Zwei Drittel für heimische Erdbeeren reserviert

Ermittelt haben die Store-Checker der Landwirtschaftskammer auch die Regalflächen für in- und ausländische Erdbeeren. Der Lichtblick: Etwa zwei Drittel der Erdbeer-Regalfläche (64 Prozent) ist für heimische Erdbeeren reserviert. Auf einem guten Drittel der Erdbeer-Regalfläche (36 Prozent) sind ausländische Erdbeeren platziert. Anders sieht es bei Heidelbeer-, Himbeer- und Johannisbeeren-aus:„Betrachtet man die Gesamtregalflächen für Beeren, so zeigt sich ein deutliches Missverhältnis: Etwa drei Viertel der Gesamt-Regalplätze (76 Prozent) sind für ausländische Beeren vorgesehen, nur etwa ein Viertel (24 Prozent) sind mit heimischen Beeren bestückt“, unterstreicht Herbert Muster, Leiter des Obstbaureferates der Landwirtschaftskammer.


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