Holzmarkt

Nadelsägerundholz bei steigenden Preisen rege nachgefragt

Die boomenden Holzmärkte führen zu Nadelsägerundholzpreisen, die mittlerweile wieder an das Niveau vor dem käferbedingten Überangebot anschließen.

Holzarbeit

Nach wie vor herrscht ein großer Preisunterschied zwischen Nord und Süd. (Bildquelle: Altmann)

Aufgrund der von tiefem Niveau ausgehenden, nur zögerlichen Preissteigerungen seit dem Herbst 2020, blieben die Holzernteaktivitäten im Winter unter den Erwartungen der Sägeindustrie. Dementsprechend aufnahmefähig sind die österreichischen Sägewerke. Sofern keine witterungsbedingten Einschränkungen gegeben sind, wird bereitgestelltes Holz rasch abtransportiert.

Während österreichweit für das Leitsortiment Fichte A/C, 2b meist über 90 € je FMO bezahlt wird, liegt das Preisniveau in den Schadregionen des Wald- und Mühlviertels nicht nachvollziehbar darunter. Auch schlechtere Qualitäten folgen dem Aufwärtstrend, der Abstand zum Leitsortiment ist jedoch nach wie vor unüblich groß. Individuell werden für späte Nutzungen Prämien gewährt. Verträge werden aktuell eher mit kurzer Laufzeit abgeschlossen und vermehrt wird auch wieder auf eine Preisdifferenzierung zwischen A/B und C Qualität zurückgegriffen. Beim Vergleich von Angeboten muss daher wieder verstärkt der Sortenfall berücksichtigt werden, die Qualitätsbeurteilung am Sägewerk sollte penibel kontrolliert werden.

Lärche ist nach wie vor unvermindert rege nachgefragt, die Preise konnten regional etwas zulegen.

Entspannung bei Industrieholz

Trotz regional vorhandenem Überangebot durch alte Schadholzmengen, entspannt sich die Situation am Nadelindustrierundholzmarkt zumindest mengenmäßig sukzessive. Die Preise sind stabil auf unterdurchschnittlichem Niveau. Etwas reduzierter Anfall an Sägenebenprodukten und Altpapier haben regional zu einem rascheren Abtransport und erhöhten Übernahmemengen bei Faserholz geführt. Die Abnahme von Schleifholz entspannt sich überwiegend durch den Export. Bei Rotbuchenfaserholz herrscht eine normale Mengennachfrage zu stabilen Preisen.

Mit Ausnahme Oberkärnten ist im südlichsten Bundesland eine Nachfragebelebung nach Energieholz auch bei kleineren bis mittleren Biomasseanlagen spürbar. Größere Heizwerke untermauern bei leicht steigenden Preisen ihre stärkere Nachfrage. In den anderen Bundesländern ist die Vermarktung von Energieholz abseits bestehender Lieferprofile nur schwer möglich.

Vorsicht: Erste Borkenkäfer-Fälle

Trotz eines relativ kühlen April liefert das Borkenkäfermonitoring erste Fangzahlen. Dementsprechende Aufmerksamkeit ist auf die Aufarbeitung befallener Käferbäume aus dem Vorjahr und fängischem Material zu legen.

Alle angegebenen Preise beziehen sich auf Geschäftsfälle im Zeitraum März – Anfang April 2021 und sind Nettopreise, zu denen die Umsatzsteuer zuzurechnen ist. Für den Holzverkauf an Unternehmer gelten folgende Steuersätze: bei Umsatzsteuerpauschalierung für alle Sortimente 13 %, bei Regelbesteuerung sind für Energieholz/Brennholz 13 % und für Rundholz 20 % anzuwenden.


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