Steirische Weidegänse gut nachgefragt

In vier Jahren hat sich Weidegangsproduktion im der Steiermarkt verdoppelt und wird weiter wachsen, zeigt sich der steirische LK-Präsident Franz Titschenbacher überzeugt. Die Gänse-Bauern schätzen die Partnerschaften mit der Gastronomie und die Treue der privaten Kunden.

Gaense

Heimische Weidegänse werden immer stärker nachgefragt. (Bildquelle: LKOÖ)

Optimistisch blicken die steirischen Weidegans-Bauern in die heurige Gansl-Saison, die ihren Höhepunkt zu Martini am 11. November hat und sich neuerdings bis rund um Weihnachten fortsetzt. Mittlerweile ziehen bereits 45 (2015:30) steirische Ganslhalter 6.100 Gänse (2015: 3.300) auf und haben darin eine wichtige, saisonale Nische für ihren landwirtschaftlichen Betrieb gefunden.

Besonders tierfreundliche Haltung

Die Gänse ernähren sich vorwiegend von grünem Gras ihrer Weiden und etwas Getreide. Daher wachsen sie auch wesentlich langsamer als importierte Schnellmastgänse. Während die heimischen Weidegänse fünf bis sieben Monate auf den Weiden verbringen können, sehen die ausländischen Schnellmastgänse nie eine Weide und werden zwölf Wochen im Stall gemästet.

Die steirischen Gänsebetriebe halten im Durchschnitt 138 Tiere am Hof. Die Weidefläche ist großzügig – pro Hektar werden etwa 100 bis 120 Tiere gehalten. Von den 45 steirischen Ganslhaltern sind sieben biozertifiziert.

Vermarktet werden die Tiere unter der Regionalmarke "Steirische Weidegans", die auf die besonders tierfreundlich Haltungsform aufmerksam macht.

Import dominiert den Markt

Obwohl in Österreich bereits rund 120.000 Weidegänse gehalten werden, werden in Österreich nach wie vor überwiegend ausländische Gänse zum Großteil aus Ungarn und Polen verzehrt. Der gesamte Inlandsverbrauch an Gänsefleisch liegt bei rund 600.000 Gänsen oder 2.200 t. Der menschliche Verzehr pro Kopf liegt bei 0,15 kg. In den vergangenen Jahren hat Gänsehaltung ständig zugenommen.

Besser heimisch und tiergerecht

Weidegänse liefern neben Fleisch auch die begehrten Daunen. Durch die lange Haltedauer der heimischen Gänse auf der Weide können die Daunen und Federn ausreifen. Sie haben sich international zu einem gefragten Spitzenprodukt entwickelt.

In starken Gänse-Produktionsländern wie Frankreich oder auch Ungarn steht das Lebendrupfen aber auch die Stopflebererzeugung an der Tagesordnung. In Österreich ist beides per Bundestierschutzgesetz verboten.


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