Richtige Hygiene

Viele lebensmittelbedingten Krankheiten vermeidbar

Ein falscher Umgang mit Lebensmitteln verursacht viele lebensmittelbedingte Erkrankungen. Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) will in einer Kampagne auf das richtige Lagern und Zubereiten von Lebensmitteln hinweisen.

Die AGES-Kampagne zum 1. Welt-Lebensmittelsicherheitstag am 7. Juni weist auf mehr Küchenhygiene hin. (Bildquelle: AGES/List)

Nahrungsmittel sind nach Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dann sicher, wenn von ihnen keine Gefahren oder nur in einem sicheren, akzeptablen Maß ausgehen, die die menschliche Gesundheit beeinträchtigen können. Europa hat mit einem dichten Kontrollnetz eines der besten Lebensmittelsicherheitssysteme der Welt. Die Sicherheit unseres Essens geht aber jeden an. Allerdings ist bei den Verbrauchern die Risikowahrnehmung verschoben: Während Rückstände von Arzneimitteln und Pestiziden an der Spitze der Besorgnisskala stehen, spielen Krankheitserreger wie Campylobacter und Salmonellen fälschlicherweise nur eine untergeordnete Rolle. Die meisten lebensmittelbedingten Erkrankungen werden aber durch Mikroorganismen wie Bakterien und Viren verursacht. Viele dieser Erkrankungen wären durch einen sorgfältigen Umgang mit den Produkten bei der Essenszubereitung vermeidbar. Anlässlich des Welt-Lebensmittelsicherheitstages startet die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) daher eine Informationskampagne für Konsumenten mit Tipps und einfachen Regeln.

Lebensmittel richtig "kühlen, trennen, waschen, checken, kochen, genießen"

Ziel ist es, Bewusstsein bei den Konsumenten zu schaffen, dass auch sie selbst Verantwortung für die Sicherheit ihrer Lebensmittel tragen. Fehler beim Transport und bei der Lagerung, aber ebenso Fehler bei der Zubereitung können dazu führen, dass ein sicheres Produkt vorzeitig verdirbt oder im schlimmsten Fall die Gesundheit schädigt. Die Mehrzahl der Krankheitsausbrüche, die durch Nahrungsmittel verursacht werden, haben ihren Ursprung in den eigenen vier Wänden. Die Kampagne bietet auf der AGES-Homepage (www.ages.at/sicherelebensmittel) mit Videos und über Social Media kurze, leicht fassbare Informationen zum richtigen Transport, zur Lagerung, Kühlschranktemperatur und Küchenhygiene sowie zur getrennten Zubereitung von tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln und vieles mehr.

Dichtes Kontrollnetz in Österreich

Das Lebensmittelrecht ist in der EU harmonisiert, es gelten dieselben Sicherheits- und Kennzeichnungsregeln, auch für Produkte aus Drittstaaten. Die Überwachung beginnt bereits beim Anbau und bei der Verarbeitung durch die bäuerlichen Erzeuger selbst, diese Eigenkontrolle wird nochmals durch die amtliche Kontrolle (Bundes- und Länderbehörden) überprüft. Einige Lebensmittel-Überprüfungsprogramme erfolgen nach EU-weiten Vorgaben. Die europäischen Lebensmittelbehörden stehen über Schnellwarnsysteme in ständigem Kontakt, sodass Informationen über Probleme bei Nahrungsmitteln schnell untereinander ausgetauscht und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können.

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

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