Wein

Weinernte im Jahr 2020 um 3% gestiegen

Mit 2,40 Mio. Hektolitern lag die heimische Weinernte im Jahr 2020 (Stichtag 30. November) laut Statistik Austria um 3% über der Erntemenge des Vorjahres. Der Lagerbestand bleibt Corona-bedingt hoch.

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Hohe Verluste aufgrund von Hagelunwettern gab es beim Wein in der Wachau (-31% zu 2019), aber auch im Kremstal (-11%). (Bildquelle: Kraml)

Die Weißweinproduktion blieb im Vorjahr mit 1,65 Mio. hl weitgehend auf dem Niveau von 2019 (+1 bzw. +3% im Vergleich zum Fünfjahresschnitt), bei Rotwein stieg die Ernte gegenüber 2019 um 7% auf 751.600 hl und lag damit im Fünfjahresschnitt. Insgesamt lag die heimische Weinernte somit mit 2,40 Mio. hl im Jahr 2020 (Stichtag 30. November) um 3% über der Erntemenge von 2019 und leicht über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre (+2%). Das berichtet die Statistik Austria.

Hohe Zuwächse im Burgenland

Die Weinernte im Burgenland belief sich dank günstiger Witterungsverhältnisse auf insgesamt 618.100 hl. Das bedeutet ein Plus von 9% im Vergleich zu 2019 und entspricht in etwa dem Fünfjahresschnitt. Zuwächse gab es in allen Regionen, am deutlichsten fiel der Anstieg mit +17% im Mittelburgenland aus. In Summe profitierten besonders Rotweine von den Witterungsbedingungen (355.300 hl, +14% zu 2019), die Weißweine wiesen mit 262.800 hl ein Plus von 4% im Vergleich zum Vorjahr auf.

Durchschnittliche Weinernte in Niederösterreich

Niederösterreich erreichte mit 1,51 Mio. hl eine dem Fünfjahresschnitt entsprechende Weinernte, die Menge von 2019 wurde um 2% übertroffen. Auf Weißweine entfielen 1,170.900 hl (+1% zu 2019) und auf Rotweine 341.400 hl (+4% zu 2019). Während das Weinviertel, auf das rund die Hälfte der Rebfläche des Bundeslandes entfällt, mit 903.600 hl ein Plus von 11% gegenüber 2019 erzielte, blieb die Weinernte in den meisten anderen Weinbaugebieten unter dem Vorjahresniveau. Hohe Verluste aufgrund von Hagelunwettern gab es in der Wachau (-31% zu 2019), aber auch im Kremstal (-11%).

Geringe Einbußen in der Steiermark

In der Steiermark fiel die Ernte ähnlich hoch aus wie 2019 (-1%). Mit einer Menge von 238.600 hl wurde im Vergleich zum Fünfjahresschnitt ein Plus von 15% erzielt. Das Weinbaugebiet Südsteiermark verzeichnete eine um 5% höhere Lese als 2019, während im Vulkanland (-5%) und der Weststeiermark (-10%) die Erntemengen gegenüber dem Vorjahr zurückgingen.

In Wien wurden 25.300 hl Wein geerntet, was in etwa dem Fünfjahresschnitt entsprach (-1%) und gegenüber 2019 eine Zunahme von 3% bedeutete.

2,21 Mio. hl Qualitäts- und Prädikatswein

Im Hinblick auf die Weinprodukte standen bei Qualitäts- und Prädikatsweinen mit 2,21 Mio. hl um 4% mehr als 2019 zur Verfügung (+1% im Vergleich zum Fünfjahresschnitt). Der Anstieg fiel für rote Qualitäts- und Prädikatsweine (685.200 hl; +9% zu 2019) etwas höher aus als für hochqualitative Weißweine (1,53 Mio. hl; +1%). Im Segment Wein/Landwein (inkl. Sortenwein und Sturm) wurde mit 151.400 hl ein Minus von 1% verglichen mit dem Vorjahr verzeichnet (+20% zum Fünfjahresschnitt). Dabei erhöhte sich das Volumen an weißem Wein/Landwein um 2%, während sich bei rotem Wein/Landwein ein Minus von 8% ergab.

Weinbestand aufgrund von Absatzausfällen hoch

Der Weinbestand 2020 (Stichtag 31. Juli) belief sich auf 2,93 Mio. hl und blieb trotz einer durchschnittlichen Ernte im Vorjahr das zweite Jahr in Folge auf sehr hohem Niveau (+14% zum Fünfjahresmittel, -2% zu 2019). Verantwortlich dafür dürften Corona-bedingte Absatzausfälle - vor allem in der Gastronomie und bei Veranstaltungen - sein. Der österreichweite Bestand an Weißwein blieb mit 1,72 Mio. hl ziemlich exakt auf dem Vorjahresniveau, der Bestand an Rotwein nahm um 4% auf 1,21 Mio. hl ab.

Bei Qualitäts- und Prädikatsweinen nahmen die heimischen Bestandsreserven auf 2,35 Mio. hl (-3% zu 2019) ab. Der Lagerbestand an weißem Qualitäts- und Prädikatswein belief sich auf 1,33 Mio. hl (-2%), an rotem auf 1,02 Mio. hl (-5%).

Wein/Landwein (inkl. Rebsortenwein und Sturm) verzeichnete gegenüber dem Vorjahr einen Lagerzuwachs von 6% auf 313.200 hl. Das Wein/Landweinlager setzte sich aus 212.900 hl Weißwein (+9% zu 2019) sowie 100.200 hl Rotwein (unverändert zu 2019) zusammen.


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