Berglandmilch: "Heuer voraussichtlich deutlich höhere Erzeugerpreise als 2007"

Autor: Importuser

Geschäftsführer Braunshofer präsentierte erfreuliche Ergebnisse für das Jahr 2007. Foto: Werkbild
Geschäftsführer Braunshofer präsentierte erfreuliche Ergebnisse für das Jahr 2007. Foto: Werkbild

Die Berglandmilch hat ihren Umsatz von 2006 auf 2007 von 524,6 auf 580,4 Mio. € gesteigert, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) verdoppelte sich von 3,70 auf 7,41 Mio. €, und der Jahresgewinn wuchs von 3,09 auf 3,25 Mio €. Das Eigenkapital lag bei 136,5 nach 130,6 Mio. € und damit bei deutlich über 50 %. Diese Zahlen gaben Geschäftsführer Josef Braunshofer und Obmann Anton Haimberger kürzlich auf der Bilanzpressekonferenz 2007 bekannt.

Für 2008 wollte Braunshofer noch keine genauere Vorhersage treffen. Aber soviel verriet der Geschäftsführer: "Im ersten Halbjahr 2008 haben wir nichts verdient." Grund sei u.a. der deutliche Rückgang bei der Nachfrage nach Milchprodukten zum Jahresende 2007 gewesen. Ziel sei aber auch für 2008 ein positives Ergebnis.Den im ersten Halbjahr 2008 durchschnittlich an die rund 11300 Berglandlieferanten ausbezahlten Erzeugerpreis bezifferte Obmann Haimberger auf 45,96 Ct/kg brutto, das sind 41,04 Ct/kg netto. "Das sind knapp 9 Ct brutto mehr als im ersten Halbjahr 2007", so Haimberger. In Summe habe die Berglandmilch von Anfang Jänner bis Ende Juni 08 rund 187 Mio. € Milchgeld an seine Genossenschaftsmitglieder ausbezahlt. Aktuell liege der Milchpreis bei knapp über 38 Ct netto (für NÖ Lieferanten) und damit immer noch 7 Ct über dem Vorjahrespreis im Juli, betonte der Obmann. Er gehe davon aus, dass der Erzeugermilchpreis im Gesamtjahr 2008 deutlich über dem des Vorjahres liegen dürfte.

Privatrechtliche Mengensteuerung geplant

Zu den Zielen der Genossenschaft erklärte Haimberger, dass neben einem langfristig hohen Milchpreis nachhaltiges und verantwortungsvolles Wirtschaften Ziel des Unternehmens sei. So bemühe man sich in der Genossenschaft schon frühzeitig, sich auf ändernde Rahmenbedingungen einzustellen. "Wir arbeiten in der Berglandmilch schon an einem privatrechtlichen Modell der Mengensteuerung, sollte die Milchqoutenregelung in er EU nach 2015 nicht mehr verlängert werden", so Haimberger. "Damit sollen unsere Bauern Sicherheit haben." Einzelheiten zu dem Modell wollte er zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht nennen.

Schlagworte

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