Berglandmilch: "Wir brauchen Milch"

Autor: Torsten Altmann

Braunshofer
Foto: Rene van Bakel

"Wir brauchen Milch. Der Vermarktungsbeitrag für 2014 beträgt 0 Ct." Mit dieser SMS informiert die Berglandmilch ihre Lieferanten ungewöhnlich frühzeitig über das kommende Jahr.

Aus Sicht von Berglandmilch Geschäftsführer Josef Braunshofer "ist es gut, dass die Berglandmilch sofort auf die Lage am Milchmarkt reagiert". Schließlich befinde man sich in einer einer längeren Periode, in der der Markt aufnahmefähig sei. "Dadurch hat sich der Vorstand bereits jetzt drübergetraut, keinen Vermarktungsbeitrag für 2014 einzuheben", so Braunshofer.

Der frühe Zeitpunkt überrascht. Denn noch im Interview mit top agrar Österreich in der Jännerausgabe 2013 (Seite 6) hatte der Geschäftsführer gesagt, der Vorstand werde zum ersten Mal Ende November 2013 zusammensitzen. Dann gebe es genaue Erwartungen, mit welchen Milchmengen man 2014 rechne.

Auch wenn der Entfall des Vermarktungsbeitrages "für keinen unserer Lieferanten schlecht ist", wie Braunshofer betont, gibt es auch Bauern, welche die jetzige Entscheidung nicht unreflektiert stehen lassen. So erklärt ein Berglandmilch-Lieferant gegenüber top agrar: "Man müsste doch nur den Milchpreis entsprechend anheben, dann würde die Menge automatisch mehr werden."

Dazu Braunshofer: "Der Milchpreis ist aktuell bereits gut." Und die weitere Entwicklung hänge von der Situation am Markt ab. "Für uns war es aber wichtig, schon im Mai auf die Entwicklung der Anlieferung zu reagieren, damit sich die Bauern bereits jetzt auf 2014 einstellen können."

Schlagworte

Berglandmilch, 2014, Braunshofer, Geschäftsführer, Vermarktungsbeitrag, Vorstand, drübergetraut, Markt, Milchmarkt, überrascht

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