Eßl: "Milchlieferstreik hat in der Substanz nichts für die Bauern gebracht"

Autor: Importuser

Derzeit wenig zu lachen haben duerfte Salzburgs BB-Obmann Franz Eßl bei den Diskussionsabenden mit Bauern in etlichen Gemeinden des Bundeslandes. Foto: LK Salzburg
Derzeit wenig zu lachen haben duerfte Salzburgs BB-Obmann Franz Eßl bei den Diskussionsabenden mit Bauern in etlichen Gemeinden des Bundeslandes. Foto: LK Salzburg

Scharfer Gegenwind bläst dem Salzburger Bauernbund-Obmann Franz Eßl von den Salzburger Milchbauern entgegen. Eßl, der derzeit von Gemeinde zu Gemeinde zieht und sich der Basis zur Diskussion stellt, muss sich zum Teil heftige Kritik vor allem in Sachen Milchlieferstreik anhören. So wie gestern abend in Seekirchen im Flachgau, wo die Streikteilnahme Ende Mai/Anfang Juni bekanntlich besonders groß gewesen ist.

Ein Landwirt brachte in seinem Statement wohl die Meinung vieler auf den Punkt, als er sich verärgert darüber zeigte, dass die Bauernbundspitzen in Wien und Salzburg den Milchlieferstreik nicht unterstüzt hatten. So sagte der Obertrumer Bauernbund-Obmann Walter Leobacher (zu hören unter salzburg.orf.at, auf Mittwoch 07.30 Uhr klicken) zu Eßl: "Spätestens nach einigen Tagen hätte es auch der Bauernbund überreißen können, dass es bei dem Streik um etwas ganz anderes ging als nur um die IG Milch. An oberster Stelle in Wien haben wir einen seit Jahren bei der Basis unbeliebten Bauernbund-Präsidenten Gillitsch, der gesagt hat, da machen wir nicht mit, die lassen wir straucheln." Zu diesem Zeitpunkt wäre für Eßl immer noch Zeit gewesen, in Salzburg zu reagieren. "Aber das hast du nicht gemacht", so Leobacher.Dem entgegnete Eßl: "Dies ist schon ein gravierender Vorwurf. Ich bin nämlich überzeugt davon, dass dieser Milchlieferstreik in der Substanz für die Bauern nichts gebracht hat." Und es stimme nicht, dass er nicht hinter den Bauern gestanden sei. "Ich bin wohl hinter den Anliegen der Bauern gestanden, aber nicht hinter der Maßnahme Milchlieferstreik", Eßl weiter. Der Milchpreis entstehe auf den internationalen Märkten. Qualität, Angebot und Nachfrage seien die entscheidenden Kriterien für den Preis und kein Lieferstreik.Wie es in dem Bericht des ORF Salzburg weiter heißt, sei der Milchlieferstreik nur ein Ventil gewesen, um zu zeigen, dass viele Bauern um ihre Existenz fürchten. Darüber hinaus kritisierten die Bauern in ihren Wortmeldungen vor allem auch die engen Richtlinien beim Tier- und Naturschutz sowie die Kontrollen durch die AMA, die überbordende Bürokratie und hohe Ausgaben verursachen würden.

Schlagworte

Milchlieferstreik, Bauern, Bauernbund, Gemeinde, Salzburger, Salzburg, Basis, Obmann, Substanz, gebracht

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