AMS: Hier können Sie Kosten sparen Premium

Melkroboter sind teuer in der Anschaffung. Aber auch derlaufende Betrieb verursacht hohe Kosten. Wie Sie sparenkönnen, zeigt Thomas Bonsels.

Hand aufs Herz: Warten Sie Ihren Melkroboter wirklich regelmäßig bzw. haben Sie eine Service-Vereinbarung mit Ihrem Hersteller? Die Wartung ist nämlich Voraussetzung für einen möglichst reibungslosen Betrieb der AMS-Anlagen.

Viele wichtige Wartungsarbeiten können Sie selbst erledigen. Halten Sie sich dabei an die Angaben des Herstellers. Daneben bietet dieser entsprechende Service-Vereinbarungen an. Dabei handelt es sich im Allgemeinen um Jahresverträge, die in der Regel in einem festen Rhythmus eine Wartung der Maschinen auf dem Betrieb vorsehen.

1,23 Cent je kg Milch:

Ein Blick auf die einzelnen Blöcke (siehe Übersicht 1) der variablen Kosten (ohne Strom und Wasser) bei automatischen Melksystemen lohnt sich. An erster Stelle rangiert der große Block der Ersatz- und Verschleißteile (48,7 %). An zweiter Stelle stehen die Kosten für Serviceleistungen und Arbeitskosten inklusive der Kosten für die Anfahrt nach den Verbrauchsmitteln (21,8 %) mit 29,5 % – die Eigenleistung bei den Arbeitskosten ist unberücksichtigt.

Es wird deutlich, dass diese Kostenblöcke mit knapp 1,23 Ct/kg verkaufte Milch bzw. 13,7 Cent/Melkung nicht zu unterschätzen sind. Die Kostensteigerung betrug, in Abhängigkeit vom Alter der Anlagen, bis zum siebten Jahr im Schnitt 1 657 €/Jahr und Anlage.

Geachtet werden muss auf jeden Fall auf die regelmäßige Durchführung der im Servicevertrag festgelegten Intervalle. Zu jedem Servicetermin gibt es ein Serviceprotokoll, auf dem die zum jeweiligen Zeitpunkt abzuarbeitenden Punkte aufgelistet sind. Dieses Protokoll steht dem Betreiber zu und sollte normalerweise auf dem Betrieb verbleiben.

Effizientes Dippen spart 190 €:

Ein größerer finanzieller Block ist das Sprühdippen. Hier lässt sich auf Seiten der Hersteller ein gewisser Fortschritt feststellen. Lely setzt beim A5 mit einem kurzen „Nachscannen“ der Zitzenposition nach dem Melken auf eine bessere Verteilung des Dippmittels. GEA setzt bei der Monobox auf das Dippen direkt im Melkbecher. DeLaval wiederum steuert beim VMS 300 die Effizienz über neue Dipp-Modi.

Dies ist bei Verbräuchen in bestehenden Anlagen von circa 4 bis 12 ml/Euter und Melkung (je nach Hersteller und Sprühverfahren) auch notwendig. Hier kommen bei etwa 160 bis 180 Melkungen/Tag im Jahr knapp 500 bis 800 l an Dippmittel...

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    DI Thomas Bonsels

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