Bolus & Responder im Test Premium

(Bildquelle: topagrar.at)

Über ihre Erfahrungen mit dem neuen Smaxtec-Pansenbolus berichteten steirische Praktiker in Ausgabe 10/2017. Nun hat eine deutsche Versuchsanstalt in ihrem Milchviehstall getestet, ob diese Technik hält, was sie verspricht − und mit dem System Heatime verglichen.

Die automatische Herdenüberwachung entwickelt sich ständig weiter. Der österreichische Her-steller Smaxtec bietet Pansenboli an, die das Herdenmanagement erleichtern sollen und nun im Vergleich mit dem System Heatime von SCR getestet wurde.

Wie funktioniert Smaxtec? Unterschieden wird zwischen einem Basis- und einem Premiumbolus. Der Basisbolus misst die Aktivität der Kuh sowie die Vormagentemperatur, der Premiumbolus zusätzlich den pH-Wert im Pansen. Den erweiterten Premiumbolus empfiehlt Smaxtec für 6 bis 10 % der Tiere, um die Futterration zu kontrollieren.

Der wartungsfreie Bolus liegt im Netzmagen und ist dadurch sicher vor Verlust. Beim Tierabgang verlässt der Bolus den Betrieb mit dem Tier.

Zur Hardwareausstattung gehören eine Basisstation zum Auslesen der Boli und eventuell ein Repeater, um die Signale über größere Entfernungen an die Basisstation zu übertragen. Die Übertragung der Boli-Daten erfolgt alle zehn Minuten.

Ab 300 kg Lebendmasse:

Die Meldungen können über eine internetbasierte Oberfläche, also über PC, Tablet oder Smartphone empfangen und ausge-wertet werden. Zudem ist ein Klimasensor zur Aufzeichnung der Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit erhältlich.

Der Hersteller empfiehlt die Eingabe der Boli ab circa 300 kg Lebendmasse. Somit ist eine frühe Eingabe in das Tier möglich. Die Batterielaufzeit wird mit vier Jahren angegeben. Somit muss bei einigen Tieren ein Bolus nachgelegt werden.

Laut dem Hersteller soll das System folgende Funktionen erfüllen:

Die Tierhaltungsschule Triesdorf hat das System seit Juli 2017 im Einsatz. Insgesamt haben wir 20 Kühen Basis-Boli eingegeben. Die Hardwareinstallation war überraschend einfach und konnte selbstständig ausgeführt werden. Sehr behilflich ist dabei die Seriennummer, die auf jedem Gerät aufgeklebt ist und die Hardware bei der Anmeldung identifiziert. Das erleichtert die Einrichtung und Verknüpfung der Komponenten.

Am Gerätestandort ist lediglich eine Steckdose notwendig. Durch ein inte-griertes GSM-Modul können die Daten ohne feste Leitung übertragen werden. Sollte keine Netzabdeckung vorhanden sein, ist eine Übertragung per Kabel möglich. Zudem kann der Bolus die Daten bis zu 50 Tage speichern, wenn ein Tier z. B. kurzzeitig umgestallt wird.

Für unsere mehrhäusige Bauweise in Triesdorf war eine zweite Basisstation notwendig, um alle Tiere zu erfassen. Das Problem könnten auch andere Betriebe mit verwinkelten oder mehr-häusigen Ställen haben.

Antenne reicht 30 m:

Smaxtec gibt die Reichweite der Antenne mit maximal 30 m an bzw. eine maximale Entfernung von 100 m zwischen Repeater und Basisstation. Diese Reichweite kann aber −wie in unserem Stall − durch viele...


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