Hype um Normande-Rinder Plus

Schöne Optik, beste Milchinhaltsstoffe und schmackhaftes Fleisch – das verspricht das Profil der französischen Normande-Rinder. Wir haben uns bei zwei steirischen Landwirten erkundigt, warum sie auf diese Zweinutzungsrasse setzen.

Wer ein Normande-Rind hierzulande sucht, muss mitunter tief in die Tasche greifen. Über 1000 € erzielte letzten Mai ein Normande-Kalb (gekreuzt mit Red Holstein) aus dem Milch- und Zuchtbetrieb Leitold. „Käufer gibt es in Österreich ohne Zweifel. Durchschnittlich bekommen wir für Normande-Kreuzungen den doppelten Preis wie für unsere Red Holsteins“, bestätigt Betriebsführer Bernhard Leitold. Mit seinem Sohn Florian führt der 51-Jährige einen konventionellen Heumilchbetrieb in Gaal (Steiermark) – seit 2015 auch mit Normande-Rindern (Details zur Rasse auf Seite 46).

Aktuell haben die beiden drei Kälber, eine laktierende Kuh und vier Jungtiere mit Normande-Genen. Doch das ist nur ein Teil der Herde. 50 Milchkühe versorgen die beiden in ihrem Liegeboxenlaufstall. Darunter sind auch Fleckvieh- und Red Holstein-Rinder. Um die Aufzucht der 30 Jungtiere kümmert sich ein Partnerbetrieb. „Warum wir auch auf Normande setzen? Bei einem Treffen mit Berufskollegen wurde diese französische Zweinutzungsrasse diskutiert“, erinnert sich Bernhard Leitold. „Und das weckte auch mein Interesse.“

Das Aussehen begeistert

Der Grund für den Hype um diese Rasse liegt für ihn vor allem in der schönen Optik: „Da geht man doch gerne in den Stall, wenn dich so ein prächtiges Tier erwartet. Die Fellfarbe ist ganz individuell. Steht eine Normande-Geburt ins Haus fragen wir uns immer, welche Flecken das Kalb wohl haben wird. So etwas Außergewöhnliches wollen auch andere Bauern und schaffen sich Normande-Rinder an“, berichtet Jungbauer Florian.

Aber nicht nur den Bauern gefallen die schwarz-braunen Flecken, ist sich Leitold Senior sicher: „Kinder lieben die Rasse. Urlaub am Bauernhof-Betriebe könnten mit ihr bei den Gästen noch mehr punkten. Sogar unser Milchkontrolleur war begeistert, dass wir eine Normande-Kuh am Hof haben.“

Auch Ivana Kovacevic aus St. Margarethen bei Knittelfeld (Steiermark) überzeugte die Rasse: „Als ich für meine Schwägerin ein Geburtstagsgeschenk suchte fand ich ein Kalb mit 75% Normande-Genen. Da bin ich auf den Geschmack gekommen.“ Letztes Jahr kaufte sie auch für ihre...

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