Mobile Hühnerställe: Die Qual der Wahl Premium

(Bildquelle: topagrar.at)

Immer mehr Eierproduzenten und Hendlmäster denken über den Kauf mobiler Hühnerställe nach. Der Markt für dieses Haltungssystem wächst entsprechend stark. Beraterin Jutta van der Linde gibt einen Überblick über die angebotenen Mobilställe.

Noch vor wenigen Jahren dachten Geflügelhalter und Insider der Branche, mobile Geflügelställe seien nur ein vorübergehender Trend. Inzwischen setzt sich der Bedarf vor allem beim klassischen Direktvermarkter weiterhin und stetig wachsend fort.

In den letzten Jahren entwickelte sich zunächst vor allem im Biobereich die Nachfrage nach mobilen Stallsystemen für Geflügel. Hintergrund: Die Betriebe wollten ein praktikables System, um Überweidung und punktuell höheren Nährstoffeintrag im stallnahen Bereich zu vermeiden. Zuletzt ist aber auch in kleineren, konventionell vermarktenden Betrieben die Nachfrage nach diesen Systemen gestiegen.

Bester Werbeeffekt:

Vor allem Selbstvermarkter mit kleineren Herdengrößen standen vor der Herausforderung, sich Gedanken über die künftige Produktionsform machen zu müssen, wenn sie weiterhin eigene Eier anbieten wollten. In der Freilandeierproduktion sind deshalb die Mobilstallsysteme plötzlich eine akzeptable Option. Hinzu kommt der nicht von der Hand zu weisende Werbeeffekt, die ein solch mobiler Stall auf einer hofnahen Weidefläche zweifelsfrei auf potenzielle Hofladenkunden hat.

Im Folgenden stellen wir die wichtigsten derzeit am Markt angebotenen Mobilstallsysteme vor. Eine zusätzliche detaillierte Übersicht können Sie übrigens unter redaktion@lv-topagrar.at anfordern.

Die Ställe der Fa. Wördekemper Kollenberg GmbH & Co. KG werden auf Stahlträgerkufen mit Traktor auf einer Fläche in Längsrichtung verzogen. Da-bei wird überwiegend ohne feste Bodenplatte gearbeitet. Nach Versetzen des Stalles wird der Kot mittels Traktor abgeräumt und die Fläche neu eingesät.

Verschiedene Kunden arbeiten mit mindestens zwei festen Betonplatten, zwischen denen dann der Stall hin und her gezogen wird. Im Bereich der Geflügelfleischproduktion wird mit einfacher Einstreu auf dem Natur- oder Betonboden gearbeitet. Im Legehennenbereich befindet sich ein Kotgrubensystem mit Futter- und Wasserversorgung zumeist in der Mitte der Halle. Es steht ebenfalls auf Stahlkufen und ist mit der eigentlichen Halle fest verbunden.

Futter über Silos:

Gut bewährt haben sich mittlerweile auch mehretagige Bodenhaltungssysteme. Auch in Bezug auf Kaltscharrraumforderungen (KSR) hat sich die Firma einiges einfallen lassen. Das favorisierte Modell ist bei den Legehennen ein in Längsrichtung angehängter KSR. Die Futterbevorratung solcher Ställe geschieht über Silos, die auf den Kufen gleich mitfahren. Photovoltaik­anlagen sorgen für die Stromversorgung.

Mit Ställen von 4 und 8 Metern Breite sowie 8 bis 24 Meter Länge ist für jeden Kundenwunsch etwas im Angebot. Die acht verschiedenen Stallgrößen fassen Tierbestände von 190 bis 1 440 Legehennen nach Ökostandards und 280 bis 2 000 Tiere nach konventionellen ...

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Artikel geschrieben von

Kampert Lisa

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