PRRS: Frühe Diagnose, weniger Verluste Premium

PRRS stellt Landwirte und Tierärzte seit vielen Jahren vor große Herausforderungen. Die Krankheit früh zu diagnostizieren, wird immer umfangreicher. Wir zeigen Ihnen, wie es funktioniert.

Husten Ihre Ferkel ständig? Ferkeln Ihre Sauen zu früh ab? Dann sollten bei Ihnen die Alarmglocken läuten, denn dies sind typische Anzeichen für PRRS. Die klinischen Symptome des Porzinen Reproduktiven und Respiratorischen Syndroms (PRRS) treten in vielen Fällen anfangs sehr undeutlich auf. Bis das tatsächliche Ausmaß der Erkrankung sichtbar wird, können mehrere Wochen vergehen.

Gleichzeitig lässt sich ein Trend beobachten, dass das PRRS-Virus (PRRSV) die Umrauscherrate geringer beeinflusst und es zu weniger Aborten kommt. Jedoch treten Frühgeburten mit totgeborenen oder lebensschwachen Ferkeln sehr häufig auf! Daher sollten Sie die Ursachen einer PRRS-Erkrankung früh erkennen (siehe Übersicht 1) und auf eine genaue Diagnostik setzen.

PRRS-Nachweis am Betrieb

Als klassisches „diagnostisches Werkzeug“ gilt zum einen der Antikörpernachweis (ELISA) aus Blut, Speichel oder Gewebsflüssigkeit. Antikörper sind der Beleg dafür, dass das Tier schon einmal Kontakt mit dem Erreger hatte.

Mit dem ELISA-Test können die ersten Antikörper ab neun Tage nach dem Erregerkontakt nachgewiesen werden. Sie erreichen nach ein bis zwei Monaten ihren Höhepunkt und fallen danach wieder ab. Antikörper, die aufgrund einer Feldinfektion gebildet werden und Impfantikörper sind mit dieser Methode jedoch nicht unterscheidbar.

Neben dem Antikörpernachweis gilt der direkte Nachweis von Virusmaterial (Antigen) mittels PCR (Polymerase- Kettenreaktion) aus Blut, Speichel oder Gewebe der Tiere als Standardmethode in der PRRSV-Diagnostik.

Antigene sind ab dem zweiten Tag nach der Infektion nachweisbar, können jedoch bereits nach zwei bis vier Wochen nicht mehr messbar sein. Neben Blut eignen sich auch Organe, wie z.B. die Lunge, Thymus, Lymphknoten, oder Abortmaterial zum direkten Nachweis von PRRSV-Antigenen.

Jedoch zeigen Untersuchungen von Aborten, dass nicht alle Tiere eines Wurfes betroffen sind. Daher ist eine entsprechende Probenanzahl für die Diagnostik erforderlich.

Alternativ zur Blutentnahme haben sich auch weniger invasive...

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Artikel geschrieben von

Alexander Oppeneder

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Kommentar: Selbstverursachtes Bio-Chaos

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