Strichkanal: Eine Festung für die Eutergesundheit Premium

(Bildquelle: topagrar.at)

Der Strichkanal ist die wesentliche Barriere gegen das Eindringen von Mastitiserregern in das Euter. Was Sie darüber wissen sollten, erklärt Tierarzt Dr. Franz Kritzinger, Vöcklamarkt.

Der Strichkanal muss möglichst groß sein. Damit gewährleistet er eine gute Melkbarkeit. Andererseits muss er durch seine besondere anatomische Bauweise den Durchtritt von Infektionserregern aus der Umwelt der Tiere verhindern.

Der Strichkanal ist ca. 1 cm lang und stellt am Ende der Zitzenzysterne den zylindrisch geformten Ausgang der Milchdrüse dar. Er ist mit länglich gefalteter Schleimhaut mit einer speziellen Epithelschicht an der Oberfläche ausgekleidet. Die Zellen auf der Schleimhautoberfläche produzieren eine keratinhältige klebrige Masse.

Die chemische Zusammensetzung dieser Keratinmasse ist sehr komplex und enthält eine Vielzahl von Bestandteilen mit bakteriziden Eigenschaften.

Bakterizide Eigenschaften:

Die Epithelzellen der Schleimhautoberfläche zeigen eine hohe Wachstumsrate und sorgen durch permanente Abschilferung der verhornenden Oberfläche für eine ständige Nachbildung der keratinhältigen Massen.

Die Aufgabe dieser Substanzen: Sie sollen das Wachstum von Keimen durch die keimhemmenden Anteile verhindern. Zudem sollen sie durch das Verkleben der Schleimhaut den Strichkanal rein mechanisch verschließen. Durch die vollständig miteinander verklebten Schleimhautoberflächen kann mit einem perfekten Schutz vor dem Eindringen von infektiösen Keimen gerechnet werden.

Die Strichkanalschleimhaut wird von einem Ring von elastischen Fasern und Muskelzellen umgeben. Dieses elastische Gewebe ermöglicht ein zyklisches Öffnen und Schließen des Strichkanales im Rahmen der Pulsation der Melkmaschine.

Mit zunehmendem Alter geht ein Teil dieser Elastizität verloren....

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