Heumilch

100 Mio. €-Umsatzschwelle durchbrochen

Erfeuliche Bilanz für die ARGE Heumilch: 2019 wurden 510 Mio. kg Heumilch verarbeitet, der Umsatz stieg um 5,4 % auf 105 Mio. €. und liegt damit deutlich über dem Gesamtmarkt. Für heuer hat man sich ein starke Werbeoffensive vorgenommen.

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Die ARGE Heumilchbauern freuen sich übe rein starkes Wachstum im Lebensmittelhandel. (Bildquelle: Werkbild)

Der Heumilchzuschlag betrug 2019 zwischen 5 bis 7 Cent/kg. „Damit konnte für unsere Bauern ein Mehrwert von rund 26 Mio. €o geschaffen werden“, sagte Karl Neuhofer, Obmann der ARGE Heumilch, bei der Bilanzpressekonferenz in Wien.

Der Umsatz von Heumilch stieg im österreichischen Lebensmittelhandel im abgelaufenen Jahr auf rund 105 Mio. € (+5,4%). Damit liegt die Heumilch deutlich über dem Gesamtmarkt, der beim Umsatz 0,4 Prozent dazugewinnen konnte.

Ausbau der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit

Mittlerweile werden über 60 Prozent der österreichischen Heumilch und Heumilchkäsespezialitäten ins Ausland geliefert, der wichtigste Exportmarkt ist Deutschland.

Um Heumilch noch erfolgreicher vermarkten zu können, wurde 2019 eine Kooperation mit Heumilchproduzenten aus dem Allgäu geschlossen. „Unser Ziel ist es, mit einem einheitlichen Auftritt die Kräfte zu bündeln, gemeinsam die Vorteile der Heuwirtschaft zu kommunizieren und Heumilch noch bekannter zu machen“, erläutert Neuhofer.

Durch diese Zusammenarbeit werde zudem der Standard von Heumilch und ihren Produkten außerhalb von Österreich gehoben. Denn sämtliche Mitglieder der ARGE Heumilch verpflichten sich, über die Richtlinien von „Heumilch g.t.S.“ hinaus zu arbeiten. „Heumilchbauern und -verarbeiter, die der ARGE Heumilch angehören, halten sich neben den EU-weit vorgegebenen Richtlinien zur Heuwirtschaft zusätzlich an das strenge österreichische Heumilch-Regulativ“, erklärt Geschäftsführerin Christiane Mösl.

Das beinhaltet neben der artgerechten Fütterung am gesamten Betrieb unter anderem, dass alle Produkte aus Heumilch Tierwohlrichtlinien erfüllen müssen. „Unsere Mitglieder verpflichten sich freiwillig, unsere Heumilch-Kuhwohl-Initiative umzusetzen“, führt Mösl aus. Dazu gehören tierfreundliche Maßnahmen wie das Verbot einer dauernden Anbindehaltung und die verpflichtende Mitgliedschaft beim Tiergesundheitsdienst, der regelmäßige Untersuchungen der Tiere garantiert. „Wir sind die Vorreiter für das Qualitätsprodukt Heumilch. Um das zu bleiben, entwickeln wir unser Regulativ und damit den Standard für unser wertvolles Produkt laufend weiter.“

Nachhaltigkeit und Tierwohl

Um die Konsumenten und Konsumentinnen auch 2020 umfassend über Heumilch und Heumilchprodukte zu informieren, hat die ARGE ein umfangreiches Paket geschnürt: Die Bandbreite reicht von klassischen Maßnahmen in Print, Online, Social Media und TV über ein neues Kinderbuch bis zur Fibel „Heumilchkäse und seine Freunde“, die das Thema „Foodpairing“ verständlich erklärt und spannende Kombinationen aufzeigt.

Außerdem stehen 2020 die Themen „Nachhaltigkeit“ und „Tierwohl“ im Fokus. So arbeitet die ARGE Heumilch aktuell an einer Nachhaltigkeitsstudie mit wissenschaftlicher Begleitung, die im Herbst gemeinsam mit der neuen Kampagne vorgestellt wird.

Für Tierwohl setzt sich die ARGE Heumilch seit jeher ein. Durch die „Heumilch-Kuhwohl-Initiative“, die 2018 initiiert wurde, erfahren Konsumenten aus erster Hand, welche tierfreundlichen Maßnahmen Heumilchbauern tagtäglich für ihre Tiere durchführen. Sie wird auch heuer stark kommuniziert werden.


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