Neuer Vermarktungspartner

Almo künftig mit ARGE Rind

Die Marke Almo wird künftig über die ARGE Rind an Billa vertrieben, wie Obmann Hans Pessl gegenüber top agrar mitteilt. Damit haben die rund 400 Lieferanten von Ochsen und Kalbinnen aus der Steiermark, Kärnten und Niederösterreich einen neuen Vertriebspartner, der ihnen die Rinder abnimmt und ausbezahlt.

„Es wird ein vereinfachtes Preismodell geben, das durchaus auf dem Niveau liegt wie bisher“, erklärt Pessl. Die Zusammenarbeit des bisherigen Partners Schirnhofer wird beendet. Pessl hat nach eigener Aussage bis zuletzt eine Tür für die Fortführung offen gelassen. "Doch Schirnhofer hat kein Interesse mehr daran", bedauert Pessl.

Bereits mit Ende März hatte Schirnhofer die Belieferung der Rewe-Tochter Billa mit Almo-Fleisch eingestellt. Als Grund dafür nannte er „erpresserische Methoden“ der zuständigen Rewe-Einkäuferin (Streit um Almo-Vertriebsschiene). Der Handelskonzern wies die Vorhalte „aufs Schärfste“ zurück und stellte eine Unterlassungsaufforderung zu.

Vermarktung von Almo-Fleisch soll stark ausgebaut werden

Für den Verein "Steirische Bergland Marktgemeinschaft", der für die Marke Almo steht, „ist dadurch das Vertrauensverhältnis zu Schirnhofer zerrüttet worden“, wie Obmann Pessl erklärt. Mit der ARGE Rind solle die Vermarktung von Almo-Rinder deutlich ausgebaut werden. Zuletzt wurden etwa 5.300 Almo-Rinder an Schirnhofer jährlich verkauft. Davon gingen etwa 1.200 bisher an Billa. „Dies soll mit der ARGE Rind markant erhöht werden“, so Pessl. "Billa möchte auf bis zu 4.000 Almo pro Jahr ausbauen.

Einzelheiten zur Neuausrichtung will Pessl bei der 33. Mitgliederversammlung am 15. Juli um 19 Uhr im Veranstaltungszentrum 8670 Krieglach bekanntgeben. „Wir stellen dann das neue Konzept im Detail vor und unterbreiten unseren Mitgliedern das Angebot, mit dem neuen Partner zusammenzuarbeiten“, so Pessl. „Wer das nicht will, kann natürlich auch weiterhin zu Schirnhofer liefern.“ Dieser soll, wie zu hören ist, bereits an einer eigenen neue Marke für Ochsen- und Kalbinnenfleisch arbeiten. Auf eine diesbezügliche Anfrage von top agrar an das Unternehmen erklärte Thomas Schirnhofer vom Marketing: "Derzeit geben wir agrarischen Medien dazu keine Auskunft."

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