Bauern wollen Image der Anbindehaltung heben

Ab 2020 ist die Anbindehaltung von Rindern über sechs Monaten nicht mehr dauerhaft erlaubt. In Oberösterreich ist ein Verein, der das Image dieser Haltungsform heben und die positiven Aspekte hervorheben soll, in Gründung.

Aus der dauernden Anbindehaltung wird die Kombinationshaltung. Viele Landwirte bieten ihren Rindern bereits Auslauf oder Weidegang. In den Berggebieten gibt es zusätzlich noch die Almbewirtschaftung. (Bildquelle: Spanring )

Die traditionelle Anbindehaltung wird von vielen Nichtbauern, Tierschutz- und
Umweltgruppen verteufelt. Dies stinkt so manchem Landwirt ganz gewaltig.

Ausnahmen rechtzeitig beantragen

Landwirte, die ihren Rindern keinen Auslauf oder Weide an mindestens 90 Tagen im Jahr anbieten können, müssem bis Jahresende bei ihrer Bezirksverwaltungsbehörde (BH, Magistrat) um eine entsprechende Ausnahmegenehmigung ansuchen.

Diese sind im Tierschutzgesetzt angeführt:

  • Nicht-Vorhandensein von geeigneten Weide- oder Auslaufflächen,
  • bauliche Gegebenheiten am Betrieb oder im bestehenden Ortsverband,
  • das Vorliegen öffentlicher oder privatrechtlicher Beschränkungen und Sicherheitsaspekte für Menschen und Tiere, insbesondere beim Ein- und Austreiben

Werden den Rindern dann mindestens 90 Tage Bewegungsfreiheit im Jahr geboten, gilt das nicht mehr als dauernde Anbindehaltung sondern als  sogenannte „Kombinationshaltung“.

Imageverein in Gründung

Um die positiven Aspekte der traditionellen Anbindehaltung aufzuzeigen, wollen einige Landwirte nun eine „Interessensgemeinschaft (IG) Anbindehaltung“ gründen.

Wer Interesse hat mitzumachen, kann sich via E-Mail bei den Proponenten melden:
ig-anbindehaltung@gmx.at

Artikel geschrieben von

Spanring Leopold Th.

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