Bayerische Almbauern erhalten Fördergelder aus Österreich

Bayerische Bergbauern erhalten künftig auch Direktzahlungen für Flächen, die sie im benachbarten Österreich bewirtschaften. Das sieht ein neues Gesetz vor, das auf Initiative von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner von der österreichischen Bundesregierung eingebracht wurde und Ende März 2012 in Kraft getreten ist. Demnach können Landwirte mit einem Betriebssitz außerhalb des österreichischen Bundesgebiets bei der Agrarmarkt Austria (AMA) Zahlungsansprüche aus der nationalen Reserve beantragen.

(Bildquelle: )

Der Wert dieses Zahlungsanspruchs soll 120 Euro je Hektar beihilfefähiger Fläche betragen. Voraussetzung für die Zuteilung von Zahlungsansprüchen ist, dass der Betriebsinhaber in diesem Jahr mindestens 1 ha beihilfefähige Fläche in Österreich bewirtschaftet und die Zuteilung der Zahlungsansprüche bis zum 15. Mai 2012 beantragt. Übersteigt der Gesamtwert der beantragten Zahlungsansprüche die festgelegte Obergrenze, kann der Wert der einzelnen Zahlungsansprüche gekürzt werden. Die Antragstellung in Österreich ist notwendig, weil sich Österreich und Deutschland im Jahr 2005 für unterschiedliche Modelle bei der Betriebsprämienregelung entschieden haben.

Mit der jetzt gültigen Regelung „haben wir eine gute Lösung für die betroffenen Bergbauern gefunden“, erklärte Aigner in einer Pressemitteilung. Es sei erfreulich, dass Österreich künftig alle dort wirtschaftenden Betriebe in die EU-Förderung einbeziehe, unabhängig davon, ob ihr Betriebsitz in Deutschland oder in Österreich liege. Jetzt komme es darauf an, dass diese Möglichkeit von den Betrieben auch umfassend genutzt werde.   AgE

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Gerl Sigrid

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