Berglandmilch startet mit Auszahlung des Tierwohlbonus

Rund 7 Mio. Euro zahlt die Berglandmilch zusätzlich an ihre Bauern für Tierwohlmaßnahmen, die über die gesetzlichen Mindeststandards hinausgehen. Mit 1. Juli startete nun die Auszahlung dieses Bonus.

Etwa 90% der Berglandmilch-Lieferanten sollen von dem Bonus profitieren. (Bildquelle: Berglandmilch)

Die Berglandmilch, das größte österreichische Molkereiunternehmen, das im alleinigen Eigentum von 11.000 Milchbauern steht, hat im Jänner 2019 seine Lieferanten über die Einführung eines sogenannten Tierwohlbonus informiert. Mit 1. Juli startete nun die Auszahlung dieses Bonus. Rund 7 Mio. Euro zahlt die Molkerei zusätzlich an ihre Bauern für Tierwohlmaßnahmen, die über die gesetzlichen Mindeststandards hinausgehen. Ein hoher Anteil der Lieferanten wird von dieser Maßnahme profitieren.

Milchgeldzuschläge von bis zu 1 Cent pro kg Milch

"Fast 90% der Berglandmilch-Bäuerinnen und -Bauern setzen Tierwohlmaßnahmen um, welche über den strengen österreichischen Tierwohlstandards liegen und lukrieren mit diesem Bonus Milchgeldzuschläge von bis zu 1 Cent pro Kilogramm Milch. Die Kühe unserer Lieferanten werden in kleinen Herden mit intensiver Tier-Mensch-Beziehung auf bäuerlichen Familienbetrieben gehalten. Mit dem Zugang zu Wasser in Trinkwasserqualität, heimischen Futtermitteln, Glyphosat-Verzicht auf allen Futterflächen, Verzicht auf Palmöl in der Fütterung und Gentechnikfreiheit werden höchste Qualitätsstandards umgesetzt. Dieser Kuhkomfort spiegelt sich in der hohen Qualität der Milch für die Produkte der Marken Schärdinger, Tirol Milch, Lattella und Stainzer wider", teilt das Unternehmen mit.

Drei Stufen-System

Der Berglandmilch-Tierwohlbonus ist in drei Stufen eingeteilt. Jede dieser drei Stufen geht über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus und wird mit zusätzlichen Milchgeldzuschlägen abgegolten. Stufe 1 sieht eine Kombinationshaltung mit 120 Tagen Auslauf anstatt der gesetzlich vorgeschriebenen 90 Tage vor, der Zuschlag beträgt 0,2 Cent. In Stufe 2 wird mit einem Zuschlag von 0,5 Cent je kg Milch die Haltung im Laufstall oder in Kombinationshaltung mit ganzjährigem Auslauf abgegolten. Der Maximalzuschlag von 1 Cent in Stufe 3 kann durch Laufstallhaltung mit ganzjährigem Auslauf oder mindestens 120-tätiger Weidehaltung lukriert werden.

Bei einem durchschnittlichen Tierwohlbonus von 0,5 Cent zahlt die Berglandmilch ab Juli für GVO-freie Qualitätsmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß einen Erzeugerpreis von 34,70 Cent netto je kg.

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

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