Blauzungenkrankheit: Drei Fälle im Osten

Sieben Jahre ist es her, dass letztmals die Blauzungenkrankheit bei uns auftrat. Jetzt wurde sie erneut festgestellt, und zwar in drei rinderhaltenden Betrieben im Osten Österreichs (Steiermark und Burgenland). Das teilt das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) mit.

Symptome der Blauzungenkrankheit. In drei Betrieben in der Steiermark und im Burgenland wurde die Krankheit nach sieben Jahre erstmals wieder festgestellt. (Bildquelle: )

Entsprechende Proben hatte die AGES im Rahmen des nationalen BT-Überwachungsprogrammes untersucht und positiv auf das Blauzungenvirus getestet.

In den betroffenen Betrieben zeigen die Tiere bisher keine Krankheitssymptome. Aufgrund der Bestätigung der Viruserkrankung werden seitens der Veterinärbehörden die notwendigen Maßnahmen getroffen, welche im EU-Raum einheitlich geregelt sind: Neben der Ausweisung eines Sperrgebietes zur Überwachung und Kontrolle der weiteren Verbreitung der Krankheit wurden Verbringungsbeschränkungen ausgesprochen.

Innerhalb einer Zone können die Tiere demnach unbeschränkt verbracht werden, ihr Transport in freie Gebiete ist nur erlaubt, wenn die Tiere als geschützt angesehen werden. Diesen Status erhalten sie am einfachsten durch eine Impfung, wobei entsprechende Fristen einzuhalten sind. Ein entsprechender Impfstoff gegen BT darf nur von einem Tierarzt auf Ersuchen des Tierhalters vorbeugend angewandt werden.

Derzeit keine Impfung notwendig

Das BMG hat auch bereits die betroffenen Verkehrskreise über die getroffenen Maßnahmen informiert. Die Tötung der infizierten Tiere oder eine verpflichtende Impfung für empfängliche Tierarten (Wiederkäuer, Kameliden) ist aus derzeitiger Sicht nicht notwendig, teilt das Ministerium weiter mit.

Die Blauzungenkrankheit ist in Österreich zuletzt im Jahr 2008 aufgetreten. Auch in einigen anderen europäischen Ländern fand damals zeitgleich eine Infektion mit dem BT-Virus, Serotyp 8, statt. Seit Anfang September 2015 melden die ungarischen Veterinärbehörden das Auftreten des Serotyp 4. In Ungarn gibt es derzeit 68 infizierte Rinder in 29 Betrieben und zwei infizierte Schafe in zwei Betrieben.

Artikel geschrieben von

Torsten Altmann

Schreiben Sie Torsten Altmann eine Nachricht

Eine Köchin will Agrarministerin werden

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen