Blauzungenkrankheit in Baden-Württemberg

Auf einem Betrieb im deutschen Ottersweier gibt es einen Fall der Krankheit vom Serotyp 8 (BTV-8). Baden-Württemberg wird so für mindestens zwei Jahre zum Sperrgebiet.

Bei Rindern führt die Blauzungenkrankheit unter anderem zu geschwollenen Augen und Ausfluss. (Bildquelle: Homann )

Das Landratsamt Rastatt stellte heute in einem Rinderbestand in Ottersweier, Landkreis Rastatt, die Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) amtlich fest. Es wies die Ansteckung der Tiere im Rahmen des routinemäßig durchgeführten jährlichen Untersuchungsprogramms nach. Der Betrieb steht nun unter behördlicher Beobachtung.

Darüberhinausgehende Seuchenbekämpfungsmaßnahmen sind in dem Tierbestand derzeit nicht notwendig, meldet Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Hauk. Das Virus ist für Menschen nicht gefährlich. Fleisch und Milch sowie daraus hergestellte Erzeugnisse können ohne Bedenken verzehrt werden“, sagte der Minister am Mittwoch in Stuttgart.

Restriktionsgebiet mit 150 km Radius

Um den Ausbruchbetrieb wird nun ein Restriktionsgebiet mit einem Mindestradius von 150 km eingerichtet werden. Dies bedeutet, dass das gesamte Land Baden-Württemberg zum BTV-8-Sperrgebiet für Rinder, Schafe, Ziegen und gehaltene Wildwiederkäuer erklärt wird. Das Sperrgebiet muss mindestens zwei Jahre aufrechterhalten werden. Erst danach kann die Bundesrepublik Deutschland sich wieder als frei von Blauzungenkrankheit (bluetongue disease - BT) erklären.

„Im Sperrgebiet und damit im gesamten Land sind sämtliche Rinder-, Schaf- und Ziegenhaltungen sowie die Haltung von Wildwiederkäuern dem jeweils zuständigen Landratsamt oder Bürgermeisteramt in den Stadtkreisen unter Angabe des Standorts der Tiere mitzuteilen. Hierzu kann ein Meldevordruck verwendet werden, der von den Ämtern zur Verfügung gestellt wird“, erklärt Minister Hauk in einer Pressemitteilung.

Das Verbringen von Rindern, Schafen, Ziegen und gehaltenen Wildwiederkäuern innerhalb von Baden-Württemberg ist ohne vorherige Impfung oder Laboruntersuchung mit Genehmigung des jeweils zuständigen Veterinäramtes möglich, sofern die Tiere beim Verbringen keine Krankheitssymptome aufweisen, die auf Blauzungenkrankheit hinweisen oder der Tierbestand nicht wegen eines Ausbruchs der Blauzungenkrankheit gesperrt ist. Auch in ein BTV-8-Sperrgebiet in anderen Ländern und Staaten können die Tiere ohne Impfung oder Laboruntersuchung mit behördlicher Genehmigung verbracht werden.

Artikel geschrieben von

Beate Kraml

Redaktion

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